Wo gehst du hin, Mama?

…. und viel wichtiger noch: wann kommst du wieder?

Natürlich weiß ich genau, wenn Mama arbeiten geht. Denn da ist unser Morgen schon ganz anders. Anfangen tut das damit, dass der Papa mit mir das Flaschi trinkt. Denn die Mama, die ist zu dieser Zeit meist schon auf und im Bad. Mama macht sich also ganz früh schon fertig. Sonst stehen wir beide gemeinsam auf, fast immer jedenfalls. Dann darf ich mit Mama wieder frühstücken. Aber das Frühstück dauert an diesen Morgen auch nicht so lange wie sonst. Dann werde ich gleich fertig gemacht: Zähne putzen, anziehen, und und und.

Manchmal bleiben Papa und ich Zuhause, dann muss ich nicht so früh schon angezogen sein. Und dann gibt es Tage, da bringt mich Mama zu Oma, oder zu Tina, meiner Tagesmutter. Bis jetzt war es mit allen Dreien lustig:

Bei Papa, da wird es nie langweilig. Da habe ich auch alle meine Spielsachen und unser leckeres Essen, als wenn die Mama da wäre. Aber das ist sie nicht.

Bei der Oma, da sind die Katzen, die ich so gerne habe. Und es ist immer ganz schön was los. Wir fahren einkaufen, zur Uroma oder sonst wohin. Ein so ein Tag vergeht schnell, wie mit der Mama. Aber die ist nicht da.

Bei der Tina, da hab‘ ich meine Freundin, die Valerie. Mit der spiele ich unheimlich gerne. Und weil die Valerie so unheimlich gerne isst, gibt’s immer eine Jause. Wir machen auch gerne einen Spaziergang. Bis jetzt habe ich alles aus dem Kinderwagen beobachtet, denn so flott bin ich noch nicht, draußen zumindest. Dann schauen wir zu den „Bra Bra’s“, den Nachbarhennen und Nachbarkatzen, so wie meine Freundin sie nennt. Und wenn es zu viel wird, dann gehen wir einfach wieder „nam nam“, essen. Und dann kommt eh die Mama wieder, denn die war nicht da.

Wenn sie wieder da ist, die Mama, dann häng ich schon gerne mal ganz schön an ihr. Oder auf ihr. Und folge ihr auf Schritt und Tritt. Ich muss ja schauen, wo sie hingeht, auch wenn es nur die Küche ist. Es könnte ja sein, dass sie wieder wohin fährt, so ganz ohne mich. Außerdem müssen wir die restliche gemeinsame Zeit auch genießen. Auch in der Nacht muss ich manchmal schauen, ob sie auch wirklich da ist, die Mama. Dann schreie ich ganz laut nach ihr bis sie kommt. Denn wenn sie da ist, dann weiß ich es ist alles gut. Bestimmt. Egal was wir machen oder wohin wir gehen.

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