Das Ding mit dem Rhythmus

… klappt schon ganz gut. Meistens jedenfalls. Doch dann gibt’s da diese Tage, an denen die Mama arbeitet. Oder die Tage, an denen wir irgendetwas besonderes vorhaben. Oder die Tage, an denen ich auf diesen Rhythmus so gar keine Lust habe.

Warum soll denn immer alles zur selben Zeit passieren? Es fängt schon damit an, dass ich aufstehe wann ich will. Das liegt nämlich an so einigen Faktoren: bin ich hungrig oder nicht, habe ich die Nacht über gut geschlafen oder gab’s Schlafunterbrechungen, wie lange waren meine Schlafunterbrechungen, bin ich am Vorabend früh oder spät ins Bett, sind meine Eltern schon wach,… Den Vormittag nutzen Mama und ich dann zum Spielen, sauber machen, einkaufen oder einen kleinen Spaziergang. Und dann soll ich wieder schlafen. Ich muss zugeben, meistens bin ich da auch müde. Aber nur, wenn wir auch zuhause sind. Und da nicht immer. Sind wir nämlich auswärts unterwegs, was auch vorkommt, dann überlege ich mir das mit dem Mittagsschläfchen laut Rhythmus zweimal. Wie soll ich auch im Einkaufszentrum, bei Freunden auf Besuch oder im Restaurant schlafen? Auch, wenn der Kinderwagen dabei ist, entscheide ich mich meistens dagegen. Vielleicht ist es auch deshalb der Grund, warum Mama und ich meistens erst nach meinem Mittagsschlaf etwas unternehmen. Den Rhythmus einhalten, das ist für meine Mama ganz wichtig. Am Nachmittag wird dann ausgepowert, damit ich am Abend ins Bett falle. Mama’s Plan ist da ganz gewifft, das geb‘ ich zu. Die Mahlzeiten sind auch an Zeiten gebunden, aber nicht ganz genau. Die hängen nämlich zusätzlich von Hunger und Schlafenszeiten ab.

Bei der Tagesmutter, da gehe ich mittags gerne etwas später schlafen, damit ich auch nichts verpasse. Ich spiele einfach so lange, bis meine Müdigkeit siegt. Wie heute zum Beispiel, da hat mein Schläfchen dann schon mal bis drei Uhr nachmittags gedauert. Dann um sieben am Abend wieder schlafen gehen? Ich weiß nicht. Rhythmus ade. Für heute zumindest.

Wenn ich mit dem Papa zuhause bin, dann läuft das auch etwas lockerer ab als mit Mama. Bin ich noch nicht müde, dann muss ich noch nicht schlafen. Bei Papa schlaf‘ ich überhaupt gerne am Nachmittag auch noch einmal, weil er sich dann richtig zu mir kuschelt. Und abends, da bin ich dann länger wach. Ich hab‘ ja auch etwas davon, denn zu diesem Zeitpunkt sind Mama und Papa da. Und außerdem bin ich ja auch schon groß, da kann ich ruhig schon mal aufbleiben. Denn keine Sorge: Abweichungen vom Plan sind auch in Ordnung, solange es mir gut geht, ich genug Essen und Schlaf bekomme, und vor allem eine ordentliche Portion Liebe. Und diese Portion bekomme ich nur im Wach-Zustand 😉

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