Von „Eiei“ bis „Wau Wau“

„Wie macht die Katze?“, fragt mich die Mama. „Miau, miau!“ Diese Antwort weiß ich schon, denn Katzen mag ich ja so gerne. Die Katze heißt bei mir „Tatzi“, „Kacki“ oder eben nur „Miau“ – je nachdem was mir als erster einfällt. Und je nachdem, worauf ich Lust und Laune habe.

Mein „Wortschatz“ hat sich in den letzten Wochen richtig erweitert. Vielleicht, weil ich von der Valerie, dem Mädchen bei der Tagesmutter, so viel lerne. „Mama“ und „Papa“, das kann ich schon ganz lange. Den Opa, den begrüß‘ ich gerne mit „Pao, Pao!“ Und mein Lieblings- „Nam, nam“ sind immer noch die Nudeln von der Mama. „Bitte sehr“, sagt die Mama, wenn sie mir die Nudeln gibt. Ein „Da“ oder „Dake“ ist meine eigene Kurzversion von „Danke“.

Meinen Plüschhund oder mein Bärli – von mir liebevoll „Be“ genannt – die beiden kuschle und streichle ich am liebsten. Oder eben die Haare vom Papa. „Eiei Eiei“ machen, das kann ich eben schon richtig gut. Vielleicht, weil die Leute auch immer so lieb zu mir sind. Ich bin nämlich ein „Baby“ – mein derzeitiges Lieblingswort. „Baby, Baby, Baby….“ – passt einfach überall, egal ob ich sitze, laufe, trinke, schlafen gehe. „Genau, das Baby muss jetzt schlafen!“, sagt die Mama dann immer. Mein Plüschhund, der macht übrigens wie die anderen Hunde, ein ganz lautes „Wau Wau“. Und wenn ich „Wau Wau“ sage, dann krabble ich auch noch gerne auf allen Vieren.

„Daaaaa!“ …. ist die Mama! Oder „Daaaaa!“ … will ich hin! Oder „Daaaaa!“ ist meine Zahnbürste!

Mein Papa, der redet übrigens ganz anders als meine Mama. Und weil nur mein Papa mit mir in Cebuano spricht – und der Papa nicht so viel plappert wie die Mama – kann ich noch nicht so viel in meiner Zweitsprache. „Daddy“, auf diesen Namen hört der Papa auch. Und da freut er sich immer, wenn ich „Daddy“ rufe. „Ayao“, das sag ich auch schon gerne, weil das Papa auch immer sagt. Und zwar immer dann, wenn ich etwas mache, was ich nicht soll. Oder wenn ich aufpassen soll.

Ist es Zeit nach Hause zu gehen oder meine Freundin zu verabschieden, dann winke ich und sage „Baba“. Mein Uropa wohnt nämlich in Wien, darum sagt das fast die ganze Familie. Oder eben einfach nur „Au“ – nicht weil das Heimgehen weh tut, sondern weil ich auch gerne wie die Italiener „Ciao“ sage. Und während dem Winken natürlich noch Luftküsschen schmeisse.

Meine Mama, die freut sich übrigen über jedes neue Wort, das ich sage. Vielleicht, weil sie selber so gerne redet. Das tut sie nämlich den ganzen Tag lang, wenn wir zusammen sind. Darum erklärt sie mir jeden Tag meine Bilderbücher und liest mir daraus vor. Oder sie singt mit mir, während ich tanze und lache. Und schon ganz bald, da kann ich der Mama immer antworten und auch sie mit meinem Gequatsche unterhalten 😉

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