Hand in Hand

Hand in Hand schreiten wir voran, entdecken die Welt und deren Menschen darin.

Hand in Hand haben wir Begegnungen, die unsere Tage zu etwas ganz Besonderem machen.

Hand in Hand erkunden wir die Wiesen mit ihre Gräsern und Blumen darin. Und machen Bekanntschaften mit ihren kleinen Bewohnern.

Hand in Hand verfärbt sich unsere Kleidung, wenn wir gemeinsam durch die Pfütze latschen.

Hand in Hand freuen wir uns über tierische Begegnungen, die auf uns zukommen.

Hand in Hand zeigen wir einander, was uns begeistert. Immer wieder.

Hand in Hand lachen wir über komische Ausblicke oder Geräusche, die wir auch gerne wiederholen.

Hand in Hand werden unsere Schritte manchmal schneller, damit wir Nichts verpassen können.

Hand in Hand kommen wir wieder Zuhause an, wo bereits die nächsten Entdeckungen auf uns warten. Zu zweit, immer an der Seite des Anderen.

 

Meine Tochter und ich haben bereits unzählige Spaziergänge hinter uns. Seit einigen Monaten auch ganz viele ohne Kinderwagen. Auch wenn sich der Radius dadurch stark verkürzt hat, sind diese Spaziergänge weltklasse. Vor allem seit diesem Wochenende. Mama und Tochter schreiten nämlich Händchen haltend voran – freiwillig! Mein Mutterherz schlägt seitdem noch höher als es sowieso schon tat!

Die Wochen zuvor war das Spazieren ohne Kinderwagen manchmal ein schwieriges Unterfangen. Meine Tochter ging zwar meist brav neben mir her, dennoch hielt ich sie stets an ihrer Kapuze fest. Die Angst vor dem Entwischen hatte ich nämlich immer. Auch wenn die Autos in unserer Straße nur 30km/h fahren dürften, tun sie es oft nicht. Tragen war mir hier dann doch die sicherste Variante. Dass sie mir freiwillig ihre Hand gibt war zu dem Zeitpunkt noch kein Thema. Angekommen am sicheren Weg hat Zoe dann stets an Schnelligkeit zugekommen und aus dem „brav neben mir gehen“ wurde ein „voraus laufen“. Hatte ich dann den Kinderwagen noch dabei war das manchmal doch etwas mühsam ihr nachzukommen. Meine Bitte mir ihre Hand zu geben wurde für gewöhnlich komplett ignoriert, das Mädchen kann schließlich alleine gehen. Ich also hinterher, Kind voraus. Zurück an der Straße musste ich sie dann wieder hochnehmen. Doch nehmt mal ein Kind hoch das bereits selber gehen kann! Na viel Spaß dabei! „Gib mir bitte deine Hand, oder ich muss dich tragen!“ Meine Aufforderung war zu dem Zeitpunkt meist bereits überflüssig, denn die Madame war schon beleidigt. So gingen dann unsere Spaziergänge zu Ende, entweder schimpfend am Arm oder schimpfend zurück im Kinderwagen.

Doch seit Samstag ist alles anders. Plötzlich gab sie mir freiwillig ihre Hand und ließ sie erst wieder zuhause los. Heute genauso. So fühlt sich also ein gemeinsamer Spaziergang wirklich an, und ich liebe es!

Ein Gedanke zu “Hand in Hand

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