Den Kopf frei kriegen

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Freizeit: die, in der man nichts tun muss, und die – ich nenne sie mal „Spezialzeit“, in der man auch an nichts denken muss. Beides braucht Mensch ab und an.

Freizeit habe ich jeden Abend, wenn meine Tochter schläft und das Chaos zuhause halbwegs in Ordnung gebracht wurde. Danach genieße ich noch eine kurze Zeit des Nichtstuns, bis ich müde ins Bett falle. Doch dieses „halbwegs“ in Ordnung gebrachte Zuhause und der Plan des bevorstehenden Tages lässt mich dagegen keine „Spezialzeit“ genießen. Kleidung für die Arbeit bereit legen, Kleidung für die Tochter bereitlegen, Tasche mit Wechselkleidung für die Tochter vorbereiten, Extraschnulli und Lieblingssachen inklusive, damit sie sich außer Haus bei Oma oder der Tagesmutter wohl fühlt. Die Frage nach Regenjacke und Regenhose veranlasst mich dazu, den Wetterbericht noch vor dem Schlafen gehen zu checken. Morgen den Wecker eine Stunde vor Aufstehen des Kindes zu stellen, in der Hoffnung, dass das Kind auch wirklich diese eine Stunde schläft. Den Timer der Waschmaschine stellen, damit der Mann die Wäsche nach der Arbeit aufhängen kann. Zahnarzttermin vereinbaren, Sommerreifen nicht vergessen. Geburtstagsgeschenk für die Freundin einfallen lassen. Und. Und. Und. So endet mein Tag und so beginnt der Neue auch wieder. Und meistens vergesse ich die Hälfte über Nacht, oder ich verdränge sie.

Und zwar verdrängen, damit ich auch etwas an „Spezialzeit“ zwischendurch genießen kann. An nichts denken zu müssen, das gibt es im Alltag eben nicht. Und nicht nur die Mamas sind davon betroffen, sondern jeder Erwachsene.

Nur ein freier Kopf ist ein glücklicher Kopf. Wie ich mir meine „Spezialzeit“ trotz elendslanger Liste an To Do’s verschaffen kann, hier meine Tipps:

  • Sport machen. Beim Sport konzentriert man sich automatisch auf sich und das, was man tut. Für mich die beste Energiequelle um den Kopf freizubekommen.
  • Die Freizeit nicht alleine genießen. Egal ob mit dem Partner oder mit Freunden oder der Familie. Andere Gesprächsthemen, Unternehmungen, Gleichgesinnte können zu einer sehr abwechslungsreichen Art des „Kopf-frei-kriegens“ beitragen.
  • Einen Film schauen. Gut zwei Stunden in die Welt von anderen einzutauchen und dabei auch noch amüsiert zu werden – ob im Kino oder Zuhause, das kann mich alles um mich herum vergessen lassen.
  • Ein Buch lesen. Same here – wenn das Buch gut ist, dann hat es mich.
  • Facebook, Instagram und Co. haben eine ähnliche Sogwirkung auf mich. Kaum online vergesse ich alles, was ich tun wollte. Und plötzlich ist eine Stunde rum und ich wollte ja noch etwas tun. Ach ja, bloggen! 😉
  • Und zu guter Letzt: Schlafen – auch wenn man an so manch wichtige To Do’s dann auch in den Träumen erinnert wird. So kann es wenigstens nicht vergessen werden 😉

 

 

 

 

 

 

 

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