Insektenstiche bei Kinder: Vorbeugung und Hausmittel

Die sommerlichen Temperaturen sind endlich auf dem Vormarsch. Die Kleidung wird weniger, die tägliche Spielezeit im Freien verdreifacht sich. Die Laune ist top, wunderbare Sommermonate stehen uns bevor. Und um diese Monate auch sicher gegen kleine Tierchen geschützt zu sein habe ich einige Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz gegen Insektenstiche zusammengefasst.

  • Barfuß laufen im Garten ist ein wunderbares Gefühl, auch für die kleinsten Entdecker. Doch können Bienen oder Wespen von den Kindern leicht übersehen werden. Ich habe meiner Tochter an die hundert Male im Kinderbuch die Biene gezeigt und ihr erklärt, dass wir aufpassen müssen, wenn wir durch das Gras gehen. Und siehe da, sie passt wirklich auf. Wenn sie es mal vergisst und zu schnell durch die Wiese läuft, dann reicht eine Erinnerung daran, dass wir Bienen durch das Darauftreten nicht verletzen dürfen. Und schon hält sie wieder die Augen offen – wenn auch nur für eine kurze Zeit. Und alleine lassen sollte man die Kinder sowieso nicht.
  • Was natürlich gegen das Draufsteigen auf Bienen oder Wespen schützt, das sind Sandalen. Es gibt auch die sogenannten Barfuß – „Schühchen“, die trotzdem das Gefühl vom „ohne Schuhe gehen“ zulassen. Sie kosten zwischen 50 und 60 Euro, wirklich nicht billig. Zoe trägt ihre aber ungemein gerne, auch wenn sie im Hochsommer vermutlich etwas zu warm sind. Durchstechen können die Insekten durch die Sohle nicht.
  • Bei einem Picknick im Gras empfiehlt sich dem Kind eine leichte Baumwollhose und ein leichtes Shirt anzuziehen, damit sie vor möglichen Ameisen oder anderen kleinen Kriechtieren geschützt sind.
  • Auch wir jausnen gerne, wenn wir im Garten spielen oder baden. Um lästige Wespen gar nicht erst anzulocken sollte man Essen und Trinken abdecken, wenn man es nicht gerade zu sich nimmt. Denn alles was dem Kind und uns Eltern gut schmeckt, das schmeckt auch ihnen.
  • Ätherische Öle aufstellen – ja, auch im Freien! Duftschalen mit Nelken-, Eukalyptus-, Teebaum- oder Zitronenöl sind Wespen, aber auch Gelsen zuwider.
  • Den Kaffeesatz in einen Behälter auf den Gartentisch stellen: das habe ich letztes Jahr während der „Wespenzeit“ ausprobiert und es hat wahre Wunder gewirkt.
  • Sollte eine Wespe oder Biene irgendwo auf dem Körper des Kindes sitzen: ruhig bleiben und keinesfalls zuschlagen. Am besten ist man schüttelt oder streift das Insekt leicht ab.

 

Sollte es zu einem Insektenstich kommen, gibt es auch einige Hausmittel, die sofort helfen können:

  • Bei einem Bienen- oder Wespenstich ist es von Vorteil das „Gift“ aus der betroffenen Körperstelle zu saugen. Klingt blöd, aber es wirkt Wunder! Danach schwellt die Stelle des Einstiches nur gering an.
  • Danach  heißt es kühlen! Mit kaltem Wasser, Eiswürfel, Kältepads,… ganz egal, hauptsache kühlen, damit die Körperstelle gar nicht erst anschwillt.
  • Auch Teebaumöl, Tiger Balm oder Franzbranntwein wirkt kühlend.
  • Wenn eine Zwiebel zur Hand ist: aufschneiden und den Saft auf die betroffene Stelle träufeln – oder gar eine Zwiebelscheibe auflegen. Die Schwellung geht damit im Nu weg!
  • Essig oder Zitronensaft haben ebenso eine abschwellende Wirkung und kann man mehrmals wieder schmieren.
  • Natürlich kann das Kind auch allergisch auf einen Bienen- oder Wespenstich reagieren. Bei allergischen Anzeichen wie extremen Schwellungen, Rötungen am ganzen Körper oder ähnlichem sofort den Notarzt anrufen!

 

Nach einem Nachmittag im Freien, ganz egal ob in der Wiese, im Schwimmbad oder am Spielplatz: beim Baden am Abend oder beim Pyjama anziehen sollte die Mama darauf achten, dass sich keine Zecke oder irgendein anderes kleines Insekt am Körper des Kindes befindet. Weil die kleinen Plagegeister wirklich überall sein können hilft es auch an Stellen wie hinter den Ohren, in den Haaren oder auch unter den Achseln nachzuschauen.

Sollte sich eine Zecke irgendwo an der Haut des Kindes eingestochen und festgesaugt haben: die Zecke möglichst hautnah angreifen, am besten mit einer Pinzette, und langsam und kontrolliert rausziehen – damit der Kopf oder das Stechmittel nicht „hängen“ bleibt. Natürlich überträgt nicht jede Zecke Borreliose und eine Impfung schützt auch nicht dagegen. Aber gegen FSME schützt die Impfung, was viel wichtiger ist. Deshalb habe ich nicht vor der Zeckenimpfung meiner Tochter gezögert.

Sollte sich nach einem Zeckenbiss die Haut rund um die Einstichstelle röten oder gar Ringe auftreten, unbedingt mit dem Kind zum Arzt gehen.

 

 

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