Als Mama Geld verdienen

Neun Monate bin ich bereits zurück im Beruf. Montag bis Mittwoch lege ich meine Funktion als Vollzeitmama zur Seite, gebe mein Kind in die vertrauensvollen Hände der Oma und der Tagesmutter, switche meine Gedanken aus der Kinderwelt in die Welt der Erwachsenen. Es tut gut, denn es funktioniert – wenn auch nicht immer gleich gut. Die letzten Wochen liefen wirklich rund. Mein Kind verabschiedete mit freudig und empfing mich doppelt so freudig nach der Arbeit, ich ebenso. Sie isst, schläft und benimmt sich als wäre sie Zuhause, genießt die Zeit mit dem zweiten Mädchen bei der Tagesmutter, erlebt wunderbar aufregende Stunden. Und bei jedem Mal Auto fahren kommt gut gelaunt die Frage, ob wir wieder zur Oma oder Tagesmutter fahren. Ihr gefällt es also auswärts, was mir die Arbeit umso mehr erleichtert. Genauso genießt sie jede Stunde Zuhause mit uns. Irgendwann läuft es rund, auch wenn die Eingewöhnung für Mama und Kind die ersten Wochen nach dem Wiedereinstieg einiges an Schwierigkeiten mit sich bringt. Sofern beide Seiten passen – Kinderbetreuung und Arbeit – kann es nur besser werden. Geduld, ein Maß an Gelassenheit und eine positive Einstellung ist gefragt.

Um halb sechs Uhr stehe ich auf, damit ich um 9 Uhr in der Arbeit bin. Und das obwohl mein Mann morgens mithilft. Damit mein Tag entspannt startet möchte ich vor dem Aufwachen des Kindes fertig für die Arbeit sein. Ein Ziel, das an zwei von drei Arbeitstagen in der Woche nicht funktioniert, auch wenn ich noch so leise aus dem Schlafzimmer schleiche. Wer im Familienbett anwesend ist und wer nicht, das fühlt die Maus eben bereits im Unterbewusstsein. Dann folgt das Frühstück, waschen und anziehen des Kindes, zwischen Bobbycar fahren und Spielzeugkisten ausleeren. Mit Kind dauert eben alles etwas länger, damit muss man sich von Anfang an abfinden. Egal wie früh man aufsteht, man wird selten punktgenau zeitgerecht fertig. Nur nicht innerlich stressen lassen, denn die akademische Viertelstunde gibt es eben auch im Mutterleben.

Und so bin ich nach meinen drei Arbeitstagen dann doch gerädert, gleichzeitig aber auch erleichtert. Erleichtert, dass mir Tage mit meiner Tochter bevorstehen, an denen wir Freunde und Familie treffen, Ausflüge machen und die Welt erleben. Erleichtert, dass ich auch zum Familienbudget beitragen kann. Erleichtert, weil ich weiß, dass ich es schaffe und mir die Arbeit zudem auch gut tut. Erleichtert, dass ich eine Familie habe, die mich und meine kleine Familie unterstützt, ebenso wie meine Freunde. Erleichtert darüber, dass mein Kind die meiste Zeit so wunderbar umgänglich ist. Und ebenso erleichtert, dass wir die verbleibenden Morgen nach meinen Arbeitstagen länger im Familienbett kuscheln können als sonst.

Mein Respekt gilt allen Mamas da draußen, die fünf Tage die Woche in der Früh raus müssen… !!

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