Ab auf’s Töpfchen

„Mamaaa, LULLI!“ Diese beiden Worte höre ich aktuell mehrmals in der Stunde, und schon nimmt meine Tochter meine Hand und führt mich zur Toilette. Hose runten, Windel raus und ab auf den Kinder-Toilettenaufsatz, wo sie dann einen kurzen Moment lang sitzen bleibt um danach runterzuklettern, die Klospülung zu betätigen und sich dann auf’s Töpfchen sitzt. Und das beginnt nach wenigen Sekunden zu singen. „Suuuuper!!“ Jubbelnd springt sie hoch und betrachtet in die Hände klatschend ihr kleines „Werk“, denn das große soll dann doch noch in die Windel, so die Maus. Nach dem erfolgreichen Pipi ins Töpfchen wird die Windel verweigert, damit sie sich das nächste Mal wieder ganz schnell darauf setzen kann. Und das ist meistens nur wenige Minuten später. Denn nur wenige Tröpfchen genügen und die Musik wird wieder ausgelöst, das weiß meine Tochter bereits.

Windelfrei werden, ein Thema das alle Kinder irgendwann durchmachen. Das eine früher, das andere später. Bei uns hat der Prozess also bereits gestartet, wie lange es ab jetzt dauern wird, keine Ahnung. Die ersten Weichen sind gestellt, Töpfchen und WC-Aufsatz allzeit bereit. Und dennoch gebe ich meinem Kind alle Zeit der Welt, denn auch das Sauber werden ist ein Reifungsprozess, der ganz von alleine kommt. Mit etwas Lob über das Pipi im Töpfchen entwickelt das Kind auch nach und nach mehr Vertrauen in sich und seine Erfolge, und irgendwann klappt das mit dem Windelfrei dann plötzlich über Nacht, da bin ich mir sicher. Ohne wirkliches Zutun der Eltern.

Die Toilette ist schon länger einer der aufregendsten Orte Zuhause. Seit Monaten geht sie mit mir und meinem Mann mit ins Klo, zu neugierig, was Mama oder Papa darin machen. Vor der Türe draussen zu warten kommt da nicht in Frage. Auch das ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass der Prozess des Sauber werdens schön langsam startet. Warum das Thema jetzt aber interessanter ist als die Monate davor, ganz einfach: jetzt ist unsere Tochter dazu bereit uns nachzuahmen. Vom Beobachten zum Nachahmen – und aktuell wird wirklich ALLES nachgemacht – ein riesiger Schritt in der Entwicklung des Kindes. Alles was Töpfchen-mäßig danacht kommt, geht dann einfach von selbst, da bin ich mir sicher. Die Prozesse werden verinnerlicht, die Körpersignale besser und schneller wahrgenommen. Nur nicht ungeduldig oder gar böse werden, wenn einmal was daneben geht, das ist einfach so. Übung macht schließlich den Meister, so auch beim Töpfchen gehen.

Wer noch weitere Tipps & Fakten zum Thema „Windelfrei“ nachlesen möchte, Dienna hat sich auf ihrem Blog Zwischen Windeln und Wahnsinn auch gestern mit diesem Thema beschäftigt.

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