Ich bin ein Krabbelgruppen-Kind

*Die Welt mit Kinderaugen sehen, so wie es Dajana von Mit Kinderaugen jeden 17. des Monats macht.

 

Wenn meine Mama in der Früh schon vor mir wach ist, dann geht sie wohl wieder arbeiten. Warum ich das weiß? Denn normalerweise, wenn wir frei haben, dann kuschelt sie gerne noch lange mit mir im Bett. Und vor mir aufstehen ist da gar nicht drin. Doch an diesen Tagen, da steht das Frühstück bereits am Tisch bereit, meine Kleidung ist vorbereitet und die Mami ist auch bereits sauber angezogen. Wenn wir dann beide fertig sind, dann fahren wir gemeinsam mit dem Auto zu den Kindern, vorbei an den Kühen, den Schulbussen und den vielen Autos.

Schon in der Garderobe da weiß ich ganz genau wo meine Jacke und meine Schuhe hingehören, nämlich auf meinem Platz, wo auch mein Foto klebt. Die Mama, die zieht die Schuhe dann nicht aus, denn die braucht sie ja in der Arbeit – sagt sie zumindest. Und schon kommen Lena und Isabelle. Da freue ich mich immer riesig, wenn die beiden mich zum Spielen abholen. Die Mama, die kommt dann später wieder, genauso wie die Mamas von Isabelle und Lena.

Was ich besonders mag in der Früh ist, wenn wir gleich in den Turnsaal gehen. Hüpfen, rutschen, schaukeln, Ball spielen – da muss ich immer ganz viel lachen, die anderen übrigens auch. Oft kommt aber dann die Hanna und will meinen blauen Ball nehmen. Weil ich das nicht will, muss ich ihr das auch laut sagen. „Die Zoe hat den Ball zuerst gehabt.“ Super, gewonnen. Doch der Hanna, der ist das oft egal. Deshalb kann es auch sein, dass wir beide dann streiten. Und obwohl ich von der Mama weiß, dass hauen nicht schön ist, geht das dann oft ganz schnell, ich weiß auch nicht wieso. Und dann müssen wir beide wieder irgendwo sitzen bleiben, bis wir wieder brav sind. Da werde ich dann oft traurig, weil die Mami nicht da ist. Obwohl die Mama das auch nicht mag, wenn ich haue.

Singen, tanzen, malen, basteln, draußen spielen, essen und schon ist wieder die gemeinsame Schlafenszeit. Normalerweise mag ich das gar nicht ohne Mama oder Papa schlafen gehen, aber mit den Kindern ist das lustig. Alle sind dann in ihren Bettchen mit ihren Kuschlis, ich mit meinem Bärli und Schnulli. Ein gemeinsames Schlaflied und wir alle sind ganz leise. Und außerdem, die Mamas oder der Papas, die kommen nach dem Mittagsschlaf noch viel schneller.

Wieder Zuhause angekommen, da freue ich mich immer ganz doll auf meine Katze. Und auf mein Spielzeug. Und meine Rutsche. Und meine Kekse. Und natürlich auf meine Eltern. Weil ich schon so ein großes Mädchen bin – das sagt die Mama zumindest immer – erzähle ich dann immer was wir gemacht haben. Und dann genießen wir den restlichen Tag gemeinsam. Und den Abend. Und das ins-Bett-gehen. Denn auch wenn ich ein großes Krabbelgruppen-Mädchen bin und den Tag alleine bestreiten kann, bei meinen Eltern im Bett ist es nachts immer noch am Sichersten. Und am Kuschligsten, vor allem eingehüllt in ihren Armen.

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