Vom Weihnachtstrubel und Spielewahn

Die letzten drei Tage war ganz schön was los, keine Frage. Auch wenn wir noch eine der ruhigeren Familien sind, so nehme ich das zumindest war. Und dennoch waren da viele Leute, viele Besuche, viele Geschenke und unter alledem ein viel zu aufgeregtes Kind im Weihnachtswahn. Die Vormittage haben wir großteils Zuhause verbracht, die Mittagsschläfchen eingehalten. Viel zu aufgedreht genoss sie jede Minute, die sie Zuhause verbringen konnte. Und waren wir unterwegs, hieß es ganz schnell wieder „Bitte heim!“ Der Weihnachtstrubel, für ein fast zweijähriges Kind gar nicht so leicht zu verarbeiten. Vom Hunger neben all den Keksen und einem guten Schlaf brauch ich gar nicht erst anzufangen, denn beides sind seit den letzten paar Tagen eher zur Mangelware geworden.

Meine Aufregung und Freude schwappte auf meine Tochter über, auch die Aufregung der anderen. Sie davor zu schützen war schier unmöglich. So wurde morgens jede Minute im Bett dicht kuschelnd bei der Mama genossen, hundemüde vom unruhigen Schlaf zuvor. Kaum aufgestanden blieb keine Zeit für ein Frühstück, so groß war die Begeisterung für ihre neuen Geschenke und alledem, was sie Tage zuvor bereits erlebt hatte. Hier saß die Oma, ja! Und hier der Papa, genau! Die Spieleküche, vom Christkind, richtig! Kaffee machen, schnell! Für die Mama und die Urli. Und das Christkind, klingelingeeeeling! Es läutete mit der Glocke. Immer wieder lässt sie alles Revue passieren, was sie erleben durfte. Glücklich, klar, doch auch immer noch immens aufgedreht. Im Spielewahn, kaum ansprechbar, so toll sind ihre neuen Spielsachen. Wenn es dann heißt, wir gehen jetzt spazieren, wird getrotzt und geschimpft. „Nein, daheim bleiben!“ Die neuen Spielsachen sind toll, doch spricht eher die Überforderung aus meinem kleinen Mädchen. Ob es den anderen Kindern da auch so geht? Ich weiß es nicht, ich hab‘ mich noch nicht umgehört. Meiner sensiblen Tochter habe ich doch etwas zu viel zugemutet, auch wenn wir bei weitem nur halbes Programm gemacht haben. Es wurde abends später ins Bett gegangen, morgens länger geschlafen, zwei Faktoren, die uns komplett aus der Bahn geworfen haben.

Deshalb sollen die nächsten beiden Tage so ruhig wie möglich ablaufen, denn der Rummel geht noch etwas weiter: der zweite Geburtstag steht uns noch in diesem Jahr bevor. Kindergeburtstag und Silvester, eine tolle Kombi. So schön sie auch sind, die Weihnachtszeit, der Geburtstag und der Jahreswechsel: wir brauchen dann wohl noch eine Woche Erholung von den ganzen Ereignissen.

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