Den Druck rausnehmen

… dann funktioniert die Arbeit ganz von alleine. Bei mir zumindest.

Immer wieder lese ich bei Mama-Bloggerkolleginnen, dass es schwer ist die Balance zwischen Arbeit und Familie zu halten ohne das eines von beiden vernachlässigt wird. Und ohne, dass die Mama selbst zu gestresst ist um Arbeit und Familie im Alltag überhaupt genießen zu können. Auch ich fühle mich manchmal restlos ausgelaugt, vor allem wenn meine Arbeitstage noch bis in die Puppen verlängert werden, beispielsweise von einem verkühlten Kind, das nicht schlafen kann, Haushaltsproblemen und vielleicht noch einem Streit mit meinem Partner als i-Tüpfelchen. Nach solchen Tagen und Abenden schwächelt auch mein Körper ab und an und alles was ich will ist einfach nur schlafen. Aber Gott sei Dank ist das ja nicht der Regelfall.

Doch Tage und Wochen wie diese, die gibt es, keine Frage. Arbeiten mit Kind ist Stress – jede Mama die etwas anderes behauptet, flunkert. Doch nicht jede Mama geht gleich mit dem Stress um, denn der Stressfaktor ist von Mama zu Mama, von Familie zu Familie unterschiedlich: die eine arbeitet Teilzeit neben einem Kind, die andere hat vielleicht zwei Kinder zuhause, die sie morgens in der Früh bereits in zwei verschiedene Betreuungseinrichtungen bringen muss. Die eine hat vielleicht mit Problemen ihres Schulkindes zu kämpfen, die andere Mama schafft es nicht Arbeit und Betreuungszeiten der Kinder anzupassen. Die eine Mama unterliegt dem Druck als Alleinverdienerin und ist auf Vollzeitarbeit angewiesen, die andere hat noch einen stärkenden Partner an ihrer Seite. Die eine darf von zuhause aus weiterarbeiten, wenn sie die Arbeit nicht schafft, die andere nicht. Die eine liebt ihren Job und das Unternehmen, in dem sie arbeitet, die andere hat einfach nichts anderes gefunden.

Es spielt vieles zusammen, wenn alles klappen soll mit Kind und Arbeit. Nicht nur die Person Mama per se, sondern auch der Charakter des Kindes, die Partnerschaft, die Kinderbetreuung und das Arbeitsklima sind ausschlaggebend. Hierbei bin ich gesegnet, in allen Bereichen. Und dennoch sind manchmal starke Tage mit dabei. Doch eben weil ich in all diesen Bereichen gesegnet bin, weiß ich den Druck rauszunehmen und alles gelassen zu sehen, denn dafür liebe ich meine Familie und Arbeit zu sehr. Und deshalb schaffen wir es auch meistens die restlichen Stunden eine Arbeitstages gemeinsam halbwegs ruhig und schön ausklingen zu lassen, bevor die Maus dann in ihr Bettchen fällt und es morgen weitergeht. Egal ob der Haushalt bis übermorgen liegen bleibt und mir erst dann das vorhersehbaren Stimmungstief beschert. Mein kleines Helferlein und ich starten dann eben mit einem Frühlingsputz in unsere freien Tage.

Doch sollten Mama und Familie wirklich über einen längeren Zeitraum unter der Situation leiden, dann ist Handlungsbedarf erforderlich, und dafür muss man sich auch nicht schämen. Arbeitsstunden reduzieren, eine andere Kinderbetreuungsstätte suchen oder gar die Arbeit wechseln. Die Hauptsache ist doch der Familie geht es gut, und das tut es nur, wenn es auch der Mama gut geht. Deshalb liebe Mamas: schaut auf Euch und zieht die Notbremse, bevor es wirklich zu viel wird!

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