Wer hat an der Uhr gedreht?

Diese Frage stellt sich am Sonntag Morgen wohl nicht nur Paulchen Panther. In der Nacht auf Sonntag wird nämlich die Zeit umgestellt, und zwar von Winter- auf Sommerzeit, eine Stunde vor. Würde also der Zeiger zwei Uhr nachts schlagen, haben wir bereits drei Uhr. Die Nacht ist demnach eine Stunde kürzer. Diese eine Stunde kann vieles ausmachen, muss aber nicht. Der Tagesrhythmus der Kleinkinder kann zwar etwas durcheinandergebracht werden, und doch können wir die Zeitumstellung nicht umgehen. Wie also die Kinder sanft an die Sommerzeit gewöhnen? Ganz einfach: gelassen weitermachen und nicht aus der Bahn werden lassen.

Später aufstehen. Steht das Kind für gewöhnlich um sieben Uhr früh auf wird es am Sonntag vermutlich um acht Uhr wach werden. Kein Problem, das kommt auch an manch anderen Wochenenden vor. Das gemeinsame Familienfrühstück endet somit auch eine Stunde später als normal, bis alle in die Gänge kommen ist bereits die Hälfte des Vormittages vorbei. Alles halb so schlimm, besonders wenn ganz normal weitergemacht wird wie auch an jeden anderen (Wochenend-)Tagen.

Verspäteter Mittagsschlaf. Um einen verspäteten Mittagsschlaf vorzubeugen wirkt eines Wunder: Auspowern an der frischen Luft. Ein langer Spaziergang oder Spielplatzbesuch verhilft dem Nachwuchs dazu nicht ganz so spät seine Mittagspause einzulegen. Wer also Partner und Kind nach draussen schickt, kann nicht nur mit Ruhe ein Familienmittagessen vorbereiten, sondern das Kind auch fast wie zur gewohnten Zeit danach ins Bettchen bringen. Das Frühlingswetter, das uns am Sonntag bevorsteht, unterstützt ein solches Vorhaben ungemein. Sollte es dennoch nicht funktionieren und das Kind eine Stunde später einschlummern wird sich die Welt auch nicht aufhören zu drehen. Denn seid doch mal ehrlich, das kommt auch ohne Zeitumstellung ab und an vor. Wer dennoch Angst hat damit den Rhythmus aus dem Gleichgewicht zu bringen, der kann das Kind ja dieses eine Mal etwas früher wecken.

Einen Ausflug machen. Auch an einem verkürzten Tag kann man einen Ausflug machen, keine Frage. Ganz nach dem Motto „Heute erst recht“ wird nicht nur der Tag optimal genutzt, sondern auch die Tatsache, dass der Rhythmus so oder so gebrochen wird. Denn egal ob an diesem Sonntag oder an jedem anderen: Für Kinder ist jeder Ausflug aufregend, was Mittagsschläfchen und Brotzeit sowieso nicht zur gewohnten Zeit einhalten lässt. Und dennoch fallen die Kinder abends vor Erschöpfung ins Bett, weil sie so viele tolle Sachen erlebt haben. Wieso also nicht den Frühlingstag nutzen und mit der Familie in den Zoo fahren?

Abends ist es länger hell. Genau diese Tatsache macht Sommertage doch zu so wunderbaren Tagen. Und doch sind Kleinkinder abends müde, weil Jalousien oder Vorhänge Abhilfe schaffen, auch wenn es vielleicht ein paar Tage dauern wird bis sich die Kinder wieder daran gewöhnen. Die Rituale versuchen wie sonst einzuhalten: ein warmes Bad, ein Gute-Nacht-Buch und das Fläschchen lassen das Kind abends runterkommen, egal ob es hinter den Rollläden hell oder dunkel ist. Die Sommertage sind lang und meist mit viel mehr frischer Luft als in den kalten Monaten, da ruft auch abends das Kinderbett. Und wenn nicht, dann darf das Kind einfach mal eine Stunde länger aufbleiben – auch das soll vorkommen dürfen.

 

 

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