Lange Flugreise mit einem Kleinkind

Wenn man an weit entfernte Orte reisen möchte, dann muss man sie in Kauf nehmen: lange Flugreisen. Was für Erwachsene halb so wild ist, kann mit einem Kleinkind ganz schön anstrengend sein. Doch wer das Kind und sich dementsprechend darauf vorbereitet, der kann der Anstrengung etwas entgegenwirken. Hier ein paar Tipps:

  1. Flugauswahl: auch wenn das Flugticket vielleicht etwas teurer ist als das andere, mit Kleinkind empfiehlt es sich nicht das billigste Ticket zu nehmen, sondern das mit der kürzesten Reisezeit. Jeder, der mit Kind bereits einen Langstreckenflug von 12 Stunden hinter sich hat weiß wovon ich rede. Im Flugzeug kann jede halbe Stunde unglaublich lang sein.
  2. Die Abflugzeit. Unser Hinflug ging um 8 Uhr früh, der Rückflug startete um 21 Uhr. Und weil unsere Tochter zu der Zeit auch normalerweise schläft, waren die ersten sieben Stunden des Rückflugs auch sehr angenehm.
  3. Ist das Kind jünger als zwei Jahre gibt es auch die Möglichkeit einen Sitzplatz mit „Babybett“ zu reservieren, wenn man sich nach der Flugbuchung direkt an die Fluggesellschaft wendet. Nicht zu lange warten, denn es gibt nur begrenzte Plätze wie diese.
  4. Spielzeug mitnehmen, und zwar am besten auch etwas ganz Neues um das Kind etwas länger beschäftigen zu können. Im Normalfall bekommen Kinder nur Malsachen an Board, was aber auch bald langweilig werden kann. Solltet ihr umsteigen müssen: leider gibt es auf den wenigsten Flughäfen Kinderspielezonen, das Spielzeug kann euch also das Warten ungemein erleichtern, wenn das Gate Auf- und Abspazieren bereits mühsam wird.
  5. Weniger Handgepäck ist mehr. Und dennoch ist es wichtig nichts Wesentliches, was das Kind braucht zu vergessen: Flaschi und Milchpulver (wenn es noch trinkt), Saft (ist erlaubt, wenn das Kind unter zwei Jahre ist), Windeln, Feuchttücher, Wechselkleidung, Zahnbürste und Zahnpasta, Nasenspray, Schnuller, Decke, Spielsachen, Essen, vor allem Kekse und Leckereien. Letzteres kann bei Langeweile Wunder wirken.
  6. iPad, für uns eines der wichtigsten Utensilien. Spiele, Mal- und Puzzleapps haben uns einiges an aufregender Zeit beschert.
  7. Buggy. Die meisten Fluggesellschaften erlauben es klein zusammenfaltbare Buggys als Handgepäck mitzuführen. Sollte der Buggy sowieso am Urlaubsort nicht fehlen und das Kind noch gerne darin sitzen, empfiehlt es sich einen mitzuführen, denn es gibt nicht überall einen Buggy zum Ausleihen. Wir sind ohne Buggy gereist, weil wir am Urlaubsort bei Bedarf einen Ausleihen konnten, sei es in Shoppingmalls oder bei Verwandten. Denn wer hätte beim Umsteigen am Flughafen den Buggy getragen als ich alleine mit meiner Tochter von Manila nach Salzburg unterwegs war? Schlafendes Kind im Arm und Handgepäck war schon eine Challenge.
  8. Abflug und Landung. Flaschi oder Wasser trinken, Kekse essen oder der Schnuller wirken bei dem Druckausgleich Wunder. Sollte das nicht funktionieren empfiehlt es sich einen Nasenspray für Kleinkinder im Handgepäck mitzuführen, vor allem wenn das Kind vielleicht sogar verschnupft ist.
  9. Ruhig in die Reise starten. Wer schon Tage vor dem Urlaub immer von der bevorstehenden Reise spricht oder gar selbst nervös wird der kann die Nervosität auch auf das Kind übertragen. Wenn dadurch dann auch noch ein unruhiger Magen die Folge ist kann der Windelverbrauch während der Reisezeit ganz schön nach oben steigen. Das war eines der größten Learnings für mich, weshalb ich meiner Zweijährigen erst am Rückreisetag selbst von der bevorstehenden Flugreise nach Hause erzählt habe – und siehe da, es hat geholfen.
  10. Während des Fluges Ruhe bewahren, auch wenn das Kind mal weint. Die Flugreise ist anstrengend, vor allem für das Kind, deshalb darf es weinen und trotzen, wenn es mal nicht anders geht. Trösten, für das Kind da sein und wieder auf andere Gedanken bringen, ganz egal wie genervt der ein oder andere Passagier in eure Richtung blickt.

Wir wünschen euch eine schöne Reise!

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