Der Zauber der Kindheit

An was erinnert Ihr Euch, wenn Ihr an Eure Kindheit zurückdenkt?

Bestimmt kommen Euch ähnliche Bilder wie mir ins Gedächtnis: von badereichen Sommertagen, riesengroßen Schneemännern im Winter, traumhaften Familienurlauben und vielen weiteren schönen Erlebnissen, womit Euch Eure Eltern unvergessliche Augenblicke beschert haben. Und so wunderbar schön diese Erlebnisse auch waren, waren sie eigentlich nur das i-Tüpfelchen auf dem „i“, das Zuckerl obendrauf, denn all das wäre nicht dasselbe gewesen, wenn wir nicht mit ganz anderen wichtigen Komponenten versorgt gewesen wären. Der Zauber der Kindheit – oder warum es schön ist klein zu sein – ich habe es mal versucht in Worte zu fassen.

Geborgenheit. Wie durch ein Wunder wird ein Baby in diese Welt geboren, wo es ohne ihre Eltern nicht überlebensfähig wäre. Ist es hungrig, wird es gestillt, ist es müde, wird es in den Schlaf gewiegt, fühlt es sich unwohl, dann kümmern sich die Eltern darum, so wie um jedes andere Bedürfnis des Babys. Die Eltern bauen dem Kind ein Nest der Geborgenheit, damit es zufrieden und voller Vertrauen heranwachsen kann. Diese Geborgenheit obliegt aber nicht nur den Babys, sondern auch den Kleinkindern und größeren Kindern. Wissen, sich immer in ihr „Nesterl“ zurückziehen zu können, elterliche Fürsorge stets zur Seite zu haben, unterstützende Hände, die einen den Weg begleiten und Schutz bieten, wenn es das Kind braucht.

Bedingungslose Liebe. Einem Kind kann man gar nicht genug Liebe schenken, da bin ich mir sicher. Diese wunderbare bedingungslose Liebe, die ein Kind durch die Eltern, Geschwister und Großeltern erfährt, die gibt es kein zweites Mal auf der Welt. Und auch wenn die über das Kind sein hinausgeht, ohne diese bedingungslose Liebe wäre ein groß werden unvorstellbar.

Unbeschwertheit. Ein wunderbares Gut, das die Kinder erfahren dürfen. Den Kindern darf es egal sein, dass die Hose dreckig wird, wer sich um das Abendessen kümmert oder wann der nächste Kontrolltermin beim Arzt ansteht. Kinder sollen im Hier und Jetzt leben dürfen, den Moment genießen, sich nicht (allen) Regeln unterwerfen müssen, Eis essen, länger aufbleiben, fernsehen, wenn man krank ist – alles immer in der Gewissheit, dass die Eltern da sind und alles gut wird. Kinder sind Kinder und das sollen sie auch sein dürfen, so lange sie das wollen.

Wünsche und Träume. Ob der Brief an das Christkind, Geschenkideen zum Geburtstag, ein Pferdeurlaub am Bauernhof: Kinder haben Wünsche und Träume, und das ist auch gut so. Kinder sollen träumen dürfen, ob vom eigenen Haustier bis hin zum Prinzessin sein. Der Fantasie ist dabei keine Grenzen gesetzt, auch wenn nicht alles realisierbar ist.

Entdeckungslust. Kinder brauchen nicht die neuesten Spielzeuge, sondern einfach nur jemanden, der den kleinen Entdeckergeist fördert, und das bei Wind und Wetter. Was wir Erwachsenen schon längst keine Beachtung mehr schenken, ist für die Kinder meist besser als das teuerste Spielzeug. Sie brauchen nur jemanden, der den kleinen Entdeckergeist fördert, der bei Sonnenschein mit ihnen Käfer beobachtet und im Regen gemeinsam auf Schneckensuche geht, die Natur in all ihren Facetten und Jahreszeiten mit ihnen durchlebt, genauso gut aber im Wohnzimmer gemeinsam eine warme Höhle baut, in der man wunderbare Abenteuer erleben kann.

Freundschaften. Kinder brauchen Kinder, so wie wir Erwachsenen auch unseresgleichen brauchen. Und was gibt es Schöneres als neben der Familie wunderbar treue Wegbegleiter zu haben? Gegenseitiges lernen, gemeinsames spielen, teilen von Abenteuern, zusammen groß werden. Nicht nur, dass sich die Kinder so wunderbar einfach tun neue Freunde zu finden, egal welchen Geschlechts, welches Alter oder welche Herkunft – sei es in der Nachbarschaft, im Kindergarten oder im Urlaub, wovon wir Erwachsene uns des Öfteren eine Scheibe abschneiden können. Und wer weiß, so manche Kinderfreundschaften können sogar bis in die Ewigkeit andauern.

Kind sein ist was ganz Tolles, und dabei spielen wir Eltern wohl die größte Rolle. Denn es kommt nicht immer auf die materiellen Dinge an, sondern viel mehr auf die Zeit, die wir unseren Kindern schenken, um sicher und geborgen aufwachsen zu können. Die Jahre der Kindheit gehen viel zu schnell vorbei, ein Grund mehr unsere Kleinen diesen Zauber zu bescheren, vor allem aber inmitten endloser Liebe.

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