Mit Kleinkind zum Volksfest

Ein Sommer ohne Volksfest, da würde selbst mir etwas fehlen. Vor allem wenn das Wetter perfekt ist für einen lauen Sommerabend bei guter Gesellschaft und Musik. Doch, was tun wenn der Babysitter keine Zeit hat, weil er vielleicht sogar selbst das Fest besucht? Ganz einfach: das Kleinkind mitnehmen. So habe ich es in diesem Sommer gemacht und war drei Mal mit meiner Zweieinhalbjährigen auf der Piste – antialkoholisch natürlich. Und weil meine Freundinnen auch mit ihren Kiddies vertreten waren, sind die Abende unvergesslich geworden.

Sofern das Kind gerne unter Leute ist und weder Lautstärke noch Trubel scheut, spricht also nichts dagegen ausnahmsweise das Kind abends mitzunehmen. Hier spreche ich nicht vom lauten und überfüllten Bierzelt, wo nüchterne Personen die Minderheit sind – nein – sondern von einem Fest unter den Sternen im netten und vielleicht sogar vertrauten Ambiente. Denn, bei jedem Straßen-Volksfest gibt es nicht nur viele Besucher, sondern auch unglaublich viel zu entdecken, was man ohne Kind vielleicht gar nicht wahrnehmen würde.

Mit Kinderaugen durch das Volksfest. „Mama, wo ist die coole Musik hin?“, meinte meine Tochter, nachdem wir eine gute halbe Stunde den drei Indianern mit ihren lustigen Feder-Kopfbedeckungen beim Panflöten spielen zugesehen haben. Ob die drei ohne mein Kind von mir so viel Aufmerksamkeit bekommen hätten, ich wage es zu bezweifeln. Und so zogen wir weiter zu diversen Straßenkünstlern und Musikern, bei denen mein Kind mehr getanzt und gesungen hat als so manch Erwachsener – mich inbegriffen. Mit auf dem Weg ihre beiden Freunde, die ebenfalls locker lässig ihren Moves freien Lauf ließen. Nicht zu vergessen der Kinderbereich, der je nach Fest für jede Menge Spaß bei den Kleinen sorgte: Hüpfburgen, Spiele und Clowns, jedes Fest ist individuell und heißt die Kleinen ebenso willkommen wie die Großen. Ganz abgesehen von diversen Ständen, bei denen angefangen von Ramsch bis Spielsachen, Taschen und Kleidung und vieles mehr zu bestaunen und kaufen war.

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Kulinarisch sind Volksfeste für gewöhnlich einfach gestrickt, was so die Kinderherzen höher schlagen lässt: Würstel, Brezeln, Henderl, Pommes, Crepes und andere Naschereien, da können Kinderbäuche gar nicht hungrig bleiben. Wer also gerne mal eine Cheat-Day machen will, da bietet sich ein Volksfest-Besuch mit Kind an, denn vieles davon würde man sich alleine gar nicht gönnen – ich zumindest nicht.

Wichtig ist, dass der abendliche Besuch dem kleinen Begleiter angepasst wird und man ihm auch vollste Aufmerksamkeit schenkt. Denn so lustig es auch sein kann, so aufpassen muss man auch, etwa, dass das Kind nicht in der Menge verloren geht oder gar von anderen größeren Erwachsenen übersehen wird. Für all die durstigen Mamis und Papis hier: mit Kind im Schlepptau empfiehlt es sich doch lieber die Kindergetränke zu konsumieren, denn das verhindert nicht nur einen Kater am nächsten Tag, sondern dient auch der Sicherheit der Zwerge. Trinkfeste sollten nicht unter Beisein des Kindes gefeiert werden. Wann der Abend zu Ende ist, da richte man sich auch bestenfalls nach dem Kleinkind, zumal es zu der Zeit normalerweise bereits schläft. Ist es also müde, erschöpft oder bereits schlecht gelaunt dann ist es wohl besser die Heimfahrt anzutreten.

Wir hatten bei allen drei Festen unglaublich viel Spaß, wenn auch der Abend viel mehr ein Spektakel für die Kinder war als für uns Großen. Und ihr werdet es kaum glauben, bei allen Festen waren jedes Mal unglaublich viele Eltern mit ihren Kindern unterwegs, sei es mit Kinderwagen, Babytrage oder Hand-in-Hand mit größeren Kindern. Kinder sind also kein Hindernis, wenn man abends noch gerne unter Leute geht, was natürlich nicht zum Regelfall werden soll. Noch ein Pluspunkt: weil die Abende so unglaublich aufregend waren, war die Maus jedes Mal binnen Sekunden im Auto eingeschlafen und hat nicht mal den Wechsel ins Bett gemerkt – sondern erst am nächsten Morgen 😉 Wir freuen uns also auf den nächsten Sommer!

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