Nachtrag zu: Gewalt an Kindern

Schockierende Fakten zum Thema „Gewalt an Kindern“ lieferte gestern die WHO in Genf: Bis zu eine Milliarde Mädchen und Jungen weltweit sind körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt oder werden vernachlässigt. Damit sei jedes zweite Kind zwischen zwei und 17 Jahren im vergangenen Jahr betroffen gewesen. Unter den Begriff „Kinder“ fasst die Organisation alle Minderjährigen.

Nach Angaben der WHO erlebt

jedes fünfte Kind im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt,

jedes dritte Kind emotionalen Missbrauch.

18 Prozent der Mädchen und acht Prozent der Jungen erlebten sexuelle Gewalt.

Gewalt ist zudem die zweithäufigste Todesursache bei Buben im Alter von zehn bis 19 Jahren.

Die Folgen von Gewalt können massive lebenslange Auswirkungen mit sich bringen, so die WHO. Kinder, die der Gewalt ausgesetzt sind, greifen später eher zu Suchtmittel als andere, erleben mehr und schwierigere emotionale Höhen und Tiefen bis hin zu Suizidgefahr und leiden mehr an Krankheiten wie Angstzustände, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und HIV.

„Wir dürfen nicht dulden, dass die Hälfte der Kinder weltweit jedes Jahr unter Gewalt leidet“, so Etienne Krug von der WHO. „Die traurige Tatsache ist, dass wir wissen, was zu tun ist, aber wir tun es nicht. Gewalt ist nicht unvermeidbar. Seine Ursachen werden verstanden und können verhindert werden; nur der Wille ist nötig.“ (übersetzt aus dem Englischen, original auf der Website der WHO http://www.who.int/violence_injury_prevention/violence/violence-against-children/note-to-media/en/; Zugriff am 10.2.2018)

Nächste Woche möchte die Organisation bei einer Konferenz in Stockholm nach Lösungen für das Ende der Gewalt an Kindern suchen, und zwar über die bedeutenden Kinderschutzgesetze hinaus: unter anderem soll an den Werten der Gesellschaft angesetzt werden (Gewalt MUSS NICHT geduldet werden!) sowie Unterstützungen für Eltern und Betreuer durch die Regierungen bereitstehen, finanziell sowie auch emotional. Kindern können bestärkt werden, indem ihnen emotionale Kontrolle und Selbstbewusstsein vermittelt werden, und zwar von Hilfsdiensten und sicheren Umgebungen, die als Hotspots zur Gewaltprävention geschaffen werden.

„Es muss Null Toleranz bei Gewalt gegen Kinder geben.“, so Etienne Krug.

 

Den offiziellen Bericht und somit auch die Quelle der Informationen in diesem Beitrag findet ihr auf der Homepage der Organisation WHO – HIER:

WHO: Global summit highlights solutions to end violence against children, calls for accelerated action

 

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