Kochen für Kids

Nicole Stroschein von das-elternhandbuch.de hat zur Blogparade aufgerufen, und zwar zu einem Thema, das uns Eltern wohl alle tagtäglich Schweißperlen ins Gesicht treibt: Kochen für Kinder.

Da mache ich mit, ist doch klar, auch wenn ich die Schweißperlen nicht vom aufwändigen Hackbraten oder den schmackhaften Gemüsenudeln habe. Ginge es nämlich nach meiner bald dreijährigen Tochter bräuchte ich im Alltag weder Pfannen noch Töpfe, denn auf die Frage „Was magst du denn essen, Maus?“ gibt es aktuell stets die selbe Antwort: „Nutellabrot!“ Tja.

Das Thema Mahlzeiten war für uns in Beikostzeiten eigentlich ganz easy peasy. Egal welches Gemüse püriert wurde, mit oder ohne Nudeln/Reis, es hat geschmeckt. Ebenso eine schmackhafte, wenn auch ungewürzte Spaghetti Bolognese. Manchmal kam auch das Hühnchen dazu, dann der Fisch, Risotto, zwischendurch mal leckere Eintöpfe. Auf was wir Eltern Lust und Laune hatten, davon bekam die Maus die pürierte ungewürzte Version – und es hat geschmeckt. Sogar Spinat mit Kartoffeln war einst eine Mahlzeit, die meine Tochter locker lässig mit einem breiten Lächeln im Gesicht selbst mit dem Löffel zu sich nahm. Heute, gut eineinhalb Jahre später sieht die Gourmet-Welt in unserer Familie komplett anders aus.

Für gewöhnlich frühstücken wir morgens ausgiebig, mit Rührei, ein paar Löffel Müsli – und wie könnte es auch anders sein – mit Nutellabrot. Bis zum Mittagessen braucht die Maus meistens nicht viel: Yoghurt, Obst (Apfel, Banane, Weintrauben, Melone) oder ein Butterbrot, denn der große Hunger kommt bei ihr mittags, und damit aber auch erst die Herausforderung. Hier ein möglicher Mittags-Speiseplan, den meine Tochter mit Sicherheit gerne unterschreiben würde:

  • Montag: Nudeln, am liebsten mit Butter, aber bloß nicht mit Sauce!
  • Dienstag: Reis, am liebsten mit Butter (oder Ei), aber bloß nicht mit Sauce!
  • Mittwoch: Fleisch, am liebsten paniert und serviert mit Nudeln oder Reis, aber bloß nicht mit Sauce!
  • Donnerstag: Fisch, am liebsten paniert und serviert mit Nudeln oder Reis, aber bloß nicht mit Sauce!
  • Freitag: Spätzle, am liebsten mit Butter (oder Ei), aber bloß nicht mit Sauce!
  • Samstag: Selbstgemachte Pizza, aber ohne alles (ja, sogar ohne Tomatensauce!)
  • Sonntag: Hühnerschnitzerl mit Reis, serviert mit Nudeln oder Reis, aber bloß nicht mit Kartoffeln!

Eine Auswahl, die selbst die Kindermenü-Karte im Restaurant umfangreich aussehen lässt. Weiche ich auch nur ansatzweiße vom Speiseplan ab so kann es kommen, dass meine Tochter nur die Beilage isst, wenn diese auch rein (ohne Sauce, irgendeinem Gewürz oder Kräuterchen) und vor allem, ihr bekannt ist. Probiert wird sowieso nur das, was sie kennt, eine Ausnahme wird da nur bei Süßspeisen gemacht.

Alles Grüne im Essen lässt sofort die Alarmglocken läuten, so auch jedes noch so farbenfrohe Gemüse. Ohne es zu probieren ist da gleich mal ein „Wäh“ oder „grausig“ zu hören und das Essen wird bis es kalt ist auseinandergenommen. Ganz egal wie lange es dauert, Hauptsache alle Spuren von Gemüse oder der Zwiebel wurden entfernt. Eine Gemüsesuppe wird komplett abgelehnt wie alle anderen Cremesuppen. 

Was immer geht und deshalb auch abends ein Klassiker bei uns ist: Klare Suppen mit Einlage, sei es Nudeln, Griesnockerl oder am liebsten Fritatten, eine Brotjause mit Schinken, Würstel oder Pfannkuchen.

Wie es meiner Tochter mit dem Mittagessen in der Krippe geht? Interessanterweise sehr gut, denn da isst sie so ziemlich alles. Das lässt mich auch von Montag bis Mittwoch durchatmen, denn da muss ich mir wenigstens um das Mittagessen keine Gedanken machen (außer wenn Gulasch auf dem Speiseplan steht).

Tja, das Ding mit dem Essen ist aktuell ein leidiges Thema, auch wenn ich die Maus in das Kochen miteinbeziehe und mich unterstützen lasse wo es nur geht. Und doch höre ich nicht damit auf ihr alles anzubieten, in der Hoffnung, dass irgendwann auch wieder alles so schmeckt, wie es vorher getan hat. Wer weiß, vielleicht steht ja schon bald wieder die Lasagne mit auf dem Speiseplan – wenn dann aber bitte mit Sauce 😉

Wollt ihr auch eure Erfahrungen teilen oder weitere Beiträge zu dem Thema „Kochen für Kids“ lesen, hier geht’s zur Blogparade. Das Elternhandbuch: Blogparade „Kochen für Kids“

 

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Kartoffelauflauf

Ein leckeres Essen, das auch meine Oma nicht viel anders kochen würde. Und womit ich mir mein kleines Bäuchlein liebend gerne vollschlage. Meine Mama nimmt dafür folgende Zutaten:

  • Sechs große Kartoffeln
  • eine Zwiebel
  • 100g Schinken
  • 100g Brokkoli
  • 1 Becher Crème Fraîche
  • Käse zum Überbacken (Sorte je nach Vorliebe: Emmentaler, Mozarella, Gauda, …)
  • Salz
  • Paprikapulver

Zuerst werden die Kartoffeln geschält, anschließend lässt Mama sie 20 Minuten lang kochen. Währenddessen hackt sie die Zwiebel klein, ebenso den Schinken. Gemeinsam werden die beiden Zutaten in einer Pfanne mit etwas Butter angebraten, bis schließlich die Crème Fraîche mit dazukommt. Alle drei Zutaten lässt Mama dann kurz köcheln. In der Zwischenzeit wäscht und schneidet sie den Brokkoli.

Sind die Kartoffeln fertig gekocht, dann werden sie in dicke Scheiben geschnitten und nebeneinander in eine Auflaufform gelegt. Mit Salz und Paprikapulver würzen, bevor die Crème Fraîche – Soße mit Schinken & Ziebeln darüberkommt. Mama streut dann den Brokkoli ebenso drüber, wie den aufgeschnittenen Käse.

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Alles zusammen kommt dann für 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen, und fertig ist das leckere Gericht.

Die Menge reicht für 3-4 Personen.

 

Nudeln für die ganz Kleinen

Schnell zubereitet und sehr lecker sind ist das einfache Nudelgericht, das die Mama gerne für uns kocht. Und zwar braucht man dafür auch nicht viel:

250g kleine Nudelhörnchen

150g Faschiertes (je nach Vorliebe mehr oder weniger)

passierte Tomaten

einen Zucchini

eine halbe Zwiebel

Basilikum

Während die Nudeln kochen gibt Mama die klein gehackte Zwiebel in eine Pfanne mit Öl und bratet sie gemeinsam mit dem leicht vorgewürzten Farschiertem. Der Zucchini wird in kleine Stücke geschnitten und kommt mit in die Pfanne. Das ganze wird mit den passierten Tomaten übergossen und mit Basilikum verfeinert. Etwas köcheln lassen und dann gemeinsam mit den Nudeln servieren.

Tipp: Mama würzt ihre Portion zusätzlich noch mit Pfeffer und Oregano. Mir schmeckt’s sowieso, ob mit oder ohne. Mahlzeit!

 

Polenta – oder, wenn es mal schnell gehen muss

Wenn ich richtig hungrig bin und Mama nicht viel Zeit bleibt zu kochen, dann gibt’s leckere Polenta. In 5 Minuten ratz fatz fertig und die Zubereitung, die kann wirklich jedes Kind. Für eine Portion für Mama und mich nehmen wir:

100g Polenta

400ml Milch

Milch in einem Topf zum Kochen bringen, Polenta eine Minute lang einrühren – fertig! Auskühlen lassen und servieren. Bei uns bleibt davon nicht’s übrig.

Tipp: ich mag die Polenta am liebsten, wenn Mama sie mit Reis-, Kokos- oder Haferflockenmilch zubereitet. Dann schmeckt sie süß und ist doppelt so gut!

Blaubeer-Bananen-Muffins

Ein Nachmittagssnack ohne Zucker, aber richtig köstlich. Auch unseren Gästen haben die kleinen Törtchen geschmeckt.

Zutaten für 12 Muffins:

1 Packung Backpulver

2 Stück reife Bananen

100g Blaubeeren

250g Mehl

100ml Öl (

2 EL Honig

1 Prise Zimt

Zuerst heitzt Mama das Backrohr auf 200 Grad vor. Auch die Törtchenformen stehen schon zum Befüllen bereit.

Mama schält die Bananen und püriert sie mit dem Stabmixer. Dann kommt der Honig und das Öl dazu. In einer anderen Schüssel vermischt sie das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt. Danach kommt alles zusammen, bis sie am Ende noch die Blaubeeren unterhebt. Der Teig kommt in die Formen und dann ab ins Backrohr für 25 Minuten.

Fertig sind die leckeren Törtchen für klein und groß!

 

Fritattensuppe

… unser Familienfavourit schlechthin. Fritattensuppe geht immer, das weiß die Mama auch. Vielleicht mag ich sie so gerne, weil Mama sie in der Schwangerschaft auch massig gegessen hat. Oder, weil es nach meinen Gemüse- und Obstbreien so ziemlich die erste Mahlzeit war, die ich mitnaschen durfte. Und sie hat mir von Anfang an geschmeckt. Beim Fritattensuppe-essen sind Papa, Mama und ich uns einig: weniger Suppe, mehr Fritatten!

2 Stück Eier

150g Mehl

150ml Milch

eine Prise Salz

1 l Suppe

Die Zubereitung ist ganz einfach und dauert maximal eine halbe Stunde. Mama verrührt einfach alle Zutaten zu einem Teig. Mit diesem Teig backt sie dann dünne Palatschinken in der Pfanne, auch bekannt als Omlette. Ausgekühlt werden die fertigen Palatschinken in dünne Streifen geschnitten. Et voilà: die Fritatten mit Suppe übergießen und servieren.

Tipp der ganzen Familie: etwas mehr Teig zubereiten und als Nachspeise eine Palatschinke mit Marmelade genießen. Auch hier sind wir uns einig 😉

Einfaches Kürbisrisotto

1kg Kürbis

1 Zwiebel

300g Risottoreis

800ml Gemüsebrühe

100g geriebenen Emmentaler

2 EL Sauerrahm

Petersilie, Pfeffer & Paprikagewürz (je nach Belieben)

Heute gab’s eine meiner Lieblingsspeisen: Kürbisrisotto. Ich esse ja schon länger was auf den Familientisch kommt. Wenn es Mama und Papa schmeckt, dann bestimmt auch mir. Und wenn die Mama kocht und ich nicht zufällig gerade Mittagsschläfchen halte, dann beobachte ich das gerne. Ich will ja sehen, was sie in unsere Essen packt.

Für das heutige Risotto hat Mama circa eine halbe Stunde gekocht. Sie   hat zuerst den Kürbis in kleine Stückchen geschnitten und dann die Zwiebel gehackt. Beides hat sie dann gemeinsam in einer Pfanne mit Butter glasig werden lassen. In der Zwischenzeit hat Mama den Risottoreis in einem Topf glasig werden lassen, auch mit ganz wenig Butter. Und dann wurde der Reis mit der Gemüsebrühe aufgekocht – circa 20 Minuten leichtes köcheln.

Sauerrahm und Käse unterrühren, Kürbis und Zwiebel dazu, Petersilie darauf und zum Schluss noch alles mit Pfeffer und Paprika würzen. Fertig ist das Kürbisrisotto!

Für das Baby: vor dem Würzen eine Portion weggeben, dann schmeckt es dem kleinen Schleckermäulchen bestimmt. Mahlzeit!