Schade ich meinem Kind, wenn ich meine Arbeitsstunden erhöhe?

Aus gegebenen Anlass beschäftigt mich diese Frage aktuell mehr denn je. Kommenden November bin ich bereits zwei Jahre wieder zurück in meiner Arbeit. Als meine Tochter zehn Monate alt war ging ich fünf Stunden die Woche zurück ins Büro, als schrittweise, langsame Gewöhnung an eine bevorstehende längere Trennung unserer verschworenen Mama-Tochter-Einheit. Die fünf Stunden pro Woche schafften wir beide mit links, zumal meine Tochter an diesen Tagen von der Omi rundum betreut wurde. Zwei Monate danach dann die Aufstockung auf zwanzig Arbeitsstunden die Woche, verteilt auf drei Tage, Fremdbetreuung inklusive. Bei diesen zwanzig Stunden stehen wir heute immer noch. Und weil mit zunehmenden Monaten zurück in der Firma die Arbeit immer mehr wurde und auch Spaß machte, wurde die Zeit knapper, weswegen ich bereits länger über eine Erhöhung meiner Arbeitsstunden nachdenke. Doch, schade ich damit meinem Kind?

Auch wenn ich nicht von einer Erhöhung auf Vollzeit spreche, sondern „lediglich“ um sechs Stunden (d.h. einen vierten Tag), eine klare Antwort darauf weiß ich nicht. Viele Mütter würden bestimmt sagen, dass die paar Stunden mehr oder weniger dem Kind sicherlich nicht schaden, ist es doch bereits an die tageweise Trennung und die Fremdbetreuung gewöhnt. Doch: jedes Kind ist anders und somit geht jedes Kind mit der Trennung anders um. Während die einen sehr gerne bei der Tagesmutter oder in der Kita bleiben, ist für die anderen der Morgen und der Weg dorthin jedes Mal wieder gekoppelt mit sehr vielen Emotionen. Dazwischen und darüber hinaus gibt auch viele Fälle, alles abhängig von ganz vielen Faktoren. Davon abgesehen, dass das Thema Fremdbetreuung vor dem Kindergartenalter in der Gesellschaft, aber auch bei Pädagogen und Eltern immer noch umstritten ist.

„Für das Kind fühlt es sich an, als würde es selbst auch arbeiten gehen, auch wenn es das nicht tut.“ Diese wahren Worte stammen von einer Tagesmutter, die mich vor einem Jahr zum Krabbelgruppen-Start meiner Tochter beraten hatte. Sie hatte recht, bis heute fühlt es sich so an. Die letzten beiden Monate war meine Maus morgens stets traurig oder wütend als es in Richtung Krabbelgruppe ging: das Frühstück wurde oftmals verweigert, gerne auch das Anziehen oder Zähneputzen. „Mama, nicht in den Kindergarten fahren!“ oder „Mama, nicht arbeiten gehen!“ – zwei leider oft gehörte Sätze am frühen Morgen. Interessanterweise waren genau diese Emotionen im Auto stets sofort vergessen und wir konnten den Kindergarten ohne Probleme freudig betreten. Doch am nächsten Morgen Zuhause dasselbe Verhalten. Zuhause wäre sie dann doch lieber, klar.

Durch die Möglichkeit, dass heute eine gute Fremdbetreuung bei unter Dreijährigen gegeben ist, auch wenn sie kostspielig ist und eine längere Suche bedarf, verhilft das vielen Müttern zum schnelleren Wiedereinstieg in den Beruf. Ein sehr wichtiges und auch nicht wegzudenkendes Thema auch wenn es leider auf Kosten der Kinder geht. Denn auch wenn die Fremdbetreuung dem Kind eine tolle Zeit und Erfahrung beschert sind zu lange Trennungen von den Eltern, speziell von der Mama, im zu jungen Alter mit Sicherheit nicht das beste für die emotionale Entwicklung des Kindes. Hier spreche ich nicht von einer Betreuung bei der geliebten und vertrauten Oma, sondern von der Betreuung in einer Krabbelgruppe oder Kita. Und so dankbar ich auch für die Möglichkeit und auch die Tatsache bin, dass meine Tochter in „unserer“ Krabbelgruppe seit einem Jahr sehr gut aufgehoben ist, so ängstlich und vorsichtig bin ich auch in diesem Thema. Grund hierfür ist vor allem weil ich sehe, wie anstrengend das alles für meine Tochter ist. Und, wie gerne sie an den restlichen Tagen der Woche Zuhause bleibt. Klar, so viele Aktivitäten und Möglichkeiten wie es die Pädagogen in der Krabbelgruppe bieten, kann ich meinem Kind Zuhause gar nicht geben. Unzählige Lieder, Tänze, Spiele, Basteleien in allen Jahreszeiten, kochen, freies Spielen mit einer unglaublichen Ausstattung und das stets mit Gleichgesinnten, dadurch lernen die Kinder kognitive und soziale Kompetenzen, die sie vielleicht sonst erst im Kindergarten lernen würden – und doch kann Frühförderung auch unglaublich anstrengend sein. Nicht umsonst ist meine Tochter nach einem Tag (8-15:30 Uhr) trotz Mittagsschlaf erschöpft – und vor allem in freudiger Erwartung auf Zuhause.

Ich bin wirklich hin- und hergerissen – doch vor allem ist das meine Maus. Eigentlich beantworte ich mir meine Frage schon selbst, auch wenn ich gerne noch weitere Stunden dazu nehmen würde.

Was habt ihr für Erfahrungen?

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„Ich mag aber nicht in den Kindergarten!“

„Mami, ich mag nicht in den Kindergarten!“ „Mami, nicht arbeiten fahren!“ „Mami, Zuhause bleiben!“ Sätze wie diese sind es, die sich keine berufstätige Mama am frühen Morgen wünscht. Und doch bleiben sie ab und an leider nicht aus, denn auch die Kleinsten unter uns erleben Tage, an denen sie schlecht gelaunt sind. Sind diese Sätze dann noch gekoppelt mit kullernden Krokodilstränen, womöglich auch mit einem Gestampfe, Gehaue, Jacken- und Schuhverweigerung, dann ist der Tag gelaufen, und zwar für das Kind und die Mama. Ein schreckliches Gefühl das Kind zu sehen, wie es verzweifelt versucht mit der Mama Zuhause bleiben zu können. Doch der Erfolg bleibt leider aus. Pflegeurlaub für ein Kind, das nicht in den Kindergarten gehen will, gibt es leider nicht.

Oftmals kommen diese Gefühlsausbrüche auch an den Morgen daher, an denen man es am wenigsten erwartet, weil es die vielen letzten Male immer wunderbar funktioniert hat. Und dann auch noch an den Morgen, an denen man es am wenigsten brauchen kann, weil man vielleicht zu wenig geschlafen hat, sich gerade nicht wohl fühlt in seiner Haut und es Zuhause aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen. Eine Mischung also, die anstrengender nicht sein kann, für Mama und das Kind. So oder so ähnlich war es bei uns die letzten Tage, die so also weniger erfreulich waren – was sich auch auf Arbeit und Laune ausgewirkt hat. Riesen Schuldgefühle meinerseits inklusive. Warum tue ich mir das mit dem Arbeiten noch mal an? Trotz einem Drama Zuhause konnte ich die Maus wenigstens jedes Mal ohne Tränen im Kindergarten abgeben, mit einer lieben Verabschiedung und „Tschüss-winken“ am Fenster. Wirklich kein Job dieser Welt macht diese Emotionen vergessen, wenn man sein weinendes Kind in Krabbelgruppe oder Kindergarten zurücklassen muss.

Ruhig bleiben und das Kind beruhigen. In Situationen wie diesen ist es einfach die beste Lösung, das traurige Kind in den Arm zu nehmen. Stressen oder gar schimpfen, weil man selbst schon viel zu spät dran ist, das ist da fehl am Platz, komplett.

Gemeinsam der Sache auf den Grund gehen. Warum möchte mein Kind nicht in den Kindergarten? Gibt es eine Erklärung? Wenn mehrere zaghafte Morgen hintereinander liegen, dann sollte man das hinterfragen, und zwar bei Kind und bei der Erzieherin. Oftmals steckt nur eine Trennungsangst dahinter, gekoppelt mit Müdigkeit und anderen launenbezogenen Komponenten. Wenn das Kind auf diese Frage keine Antwort parat hat, dann kann man auch einfach mit den Lieblingsspielsachen Kindergarten spielen, dann erklärt sich oft ganz schnell, ob sich das Kind wirklich wohl fühlt in der Einrichtung oder nicht. Und auch, ob Trennungsangst der eigentliche Grund ist, warum das Kind nicht in den Kindergarten gehen möchte.

Gemeinsame Schönes definieren. Nach der Arbeit gibt es Eis. Oder Kuchen. Oder Gummibärchen. Und wir gehen nach dem Kindergarten spazieren, die Oma besuchen, einkaufen, schauen jede Menge Folgen von Peppa Wutz und überhaupt und sowieso. Man versucht einfach alles um Morgen wie diese so erträglich wie nur möglich für das Kind zu machen, die Situation unter Kontrolle zu bringen und auf die erfreulichen Dinge zu lenken. Schöne Ausblicke auf die kommende freie Zeit, gemeinsame Geschichten aufleben lassen, Lieblingsspielsachen mit in den Kindergarten nehmen, Lieder trällern – es gibt so vieles, was die Stimmung wieder anheben kann. Es braucht Zeit gemeinsam einen Kompromiss zu schließen und sich zu versöhnen, damit sich beide Parteien ohne Probleme auf den Weg zur Arbeit und die Betreuungsstätte machen können.

Ist das Kind wieder gut gelaunt, sind die Schuldgefühle aber nicht ganz vergessen, man ist es schließlich selbst, die das Kind in eine so verzweifelte Situation gebracht hat. Tausende Male „Ich hab dich lieb“ und unzählige Bussis verhelfen da zwar etwas zur Abhilfe, und doch schafft es nur das Kind selbst, dass sich die Mama wieder wohl fühlt. Gott sei Dank sind die Kleinen ja überhaupt nicht nachtragend und freuen sich riesig, wenn sie endlich wieder abgeholt werden, um noch einige schöne Reststunden des Tages mit den Eltern verbringen zu können, und die Geschehnisse vom Kindergarten daheim erzählen können. 

Steuertipps für Eltern

Bis Ende Februar hatten die Firmen Zeit die Jahreslohnzettel an das österreichische Finanzamt zu übermitteln. Die Arbeitnehmerveranlagung („Steuerausgleich“) für das Arbeitsjahr 2016 kann also schon gemacht werden. Und ganz nach dem Motto „Wir haben ja nicht’s zu verschenken“ habe ich mich zu dem Thema schlau gemacht, denn auch ich war das gesamte letzte Jahr wieder arbeiten. Neben den altbekannten Punkten wie der Pendlerpauschale (und dem Pendlereuro), Zusatzversicherungen, Kirchenbeitrag, Spenden oder Kreditrückzahlungen (für Sanierung oder Errichtung von Eigenheimen) gibt es zusätzliche Beträge, die Eltern von der Steuer absetzen können. Kurz zusammengefasst:

Der Kinderfreibetrag kann von einem oder beiden Elternteilen für jedes Kind beantragt werden, für das sie im jeweiligen Abrechnungsjahr mindesten 6 Monate lang die Familienbeihilfe bekommen haben. Befindet sich die Mutter noch in Karenz kann nur der Papa als Alleinverdiener den Kinderfreibetrag beantragen (440 Euro), da die Mutter keine Lohnsteuer bezahlt und somit auch keinen Kinderfreibetrag zurückbekommt. Sollten beide Elternteile über 11.000 Euro im Jahr verdient haben, dann kann der Kinderfreibetrag auch aufgeteilt werden und beide bekommen je 300 Euro gutgeschrieben. Ebenfalls eine Möglichkeit, wenn die Eltern getrennt sind.

Alleinverdienerabsetzbetrag. Ist also der Mann oder die Frau beim Kind zuhause, so kann der oder die Berufstätige den Alleinverdienerabsetzbetrag beantragen und sich so einiges an Steuern sparen.

Ist die Mutter oder der Vater alleinerziehend, dann gibt es den Alleinerzieherabsetzbetrag oder aber umgekehrt den Unterhaltsabsetzbetrag, der die beiden Single-Elternteile finanziell etwas entlastet.

Außergewöhnliche Belastungen bei Kindern. Ob Behinderung oder Krankheitsfälle, Kinderbetreuungsgeld oder Ausbildungskosten des Kindes, hier steht den Eltern einiges zu. Achtung beim Kinderbetreuungsgeld: hier können nicht nur die eigentlichen Kindergartenkosten angeführt werden, sondern auch das Verpflegungs- und Bastelgeld. Auf das Jahr aufgerechnet kommt da auch einiges zusammen. Insgesamt sind max. 2.300 Euro pro Kind und Kalenderjahr für die Kinderbetreuung steuerlich absetzbar.

Krankheits- und Arztkosten. Nicht alle Impfungen werden von der Krankenkasse übernommen. Und dennoch war uns die Meningokokken- sowie die Zeckenimpfung sehr wichtig. Auch solche Kosten können im Steuerausgleich angeführt werden, sofern die Rechnungen alle vorhanden sind.

Alle genauen Infos und Tipps findet ihr auch ausführlich unter dem Link Steuertipps für Eltern der österreichischen Arbeiterkammer. Ich hoffe ich konnte euch etwas helfen!

 

Pflegeurlaub – oder wenn die Arbeit warten muss

Ich habe es mir nicht ausgesucht, dass ich heute bürofrei machen muss. Genauso wenig hat sich meine Tochter ausgesucht immer noch krank zu sein. Und glaubt mir, ich würde viel lieber im Büro sein als eine kranke Zweijährige zuhause zu haben, denn das zerrt. Aber da müssen wir jetzt durch, ebenso wie wir durch den weiteren Arztbesuch heute am Vormittag durch mussten.

Kranke Kinder sind pflegebedürftig und können natürlich nicht sich selbst überlassen werden. Sie brauchen ihre Bezugsperson, ganz egal ob berufstätig oder nicht. Und genau aus diesem Grund gibt es die Option auf bezahlten Pflegeurlaub, auch Pflegefreistellung genannt. Wird das Kind krank so kann entweder Mama oder Papa beim Arbeitgeber Pflegeurlaub beantragen um beim Kind Zuhause bleiben zu dürfen. Die Handhabung kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein, aber im Normalfall ist es üblich, dass der Firma im Falle einer Pflegefreistellung ab dem ersten Tag eine Bestätigung vom Arzt vorgelegt werden muss. Auch ich dachte erst, dass man ja nicht sofort bei jedem Fieber zum Arzt rennt, nur damit man mit dem Kind Zuhause bleiben darf. Doch in den wenigen Fällen, in denen wir seit meines Wiedereinstiegs wirklich daheim bleiben mussten, da war ein Arztbesuch auch immer notwendig. Es hat schon seine Gründe, warum das so vorgeschrieben ist. Einmal wurden wir sogar wegen einer Gehirnerschütterung stationär aufgenommen. Bei Krankheit geht das Kind vor, die Arbeit muss warten können. Groß vorankündigen lassen sich solche Fälle im Normalfall nicht, deshalb ist „Vorarbeit“ hier nicht möglich. Denn auch wir Erwachsene können über Nacht krank werden, so auch die Kinder.

Wie lange man Pflegefreistellung in Anspruch nehmen darf? In Österreich maximal zwei Wochen im Jahr, wenn das Kind unter 12 Jahre alt ist. Der Pflegeurlaub wäre auch für den Ehepartner oder ein anderes Familienmitglied möglich, wenn er oder sie im gleichen Haushalt leben und auch wirklich eine Betreuung benötigen.

 

 

Den Druck rausnehmen

… dann funktioniert die Arbeit ganz von alleine. Bei mir zumindest.

Immer wieder lese ich bei Mama-Bloggerkolleginnen, dass es schwer ist die Balance zwischen Arbeit und Familie zu halten ohne das eines von beiden vernachlässigt wird. Und ohne, dass die Mama selbst zu gestresst ist um Arbeit und Familie im Alltag überhaupt genießen zu können. Auch ich fühle mich manchmal restlos ausgelaugt, vor allem wenn meine Arbeitstage noch bis in die Puppen verlängert werden, beispielsweise von einem verkühlten Kind, das nicht schlafen kann, Haushaltsproblemen und vielleicht noch einem Streit mit meinem Partner als i-Tüpfelchen. Nach solchen Tagen und Abenden schwächelt auch mein Körper ab und an und alles was ich will ist einfach nur schlafen. Aber Gott sei Dank ist das ja nicht der Regelfall.

Doch Tage und Wochen wie diese, die gibt es, keine Frage. Arbeiten mit Kind ist Stress – jede Mama die etwas anderes behauptet, flunkert. Doch nicht jede Mama geht gleich mit dem Stress um, denn der Stressfaktor ist von Mama zu Mama, von Familie zu Familie unterschiedlich: die eine arbeitet Teilzeit neben einem Kind, die andere hat vielleicht zwei Kinder zuhause, die sie morgens in der Früh bereits in zwei verschiedene Betreuungseinrichtungen bringen muss. Die eine hat vielleicht mit Problemen ihres Schulkindes zu kämpfen, die andere Mama schafft es nicht Arbeit und Betreuungszeiten der Kinder anzupassen. Die eine Mama unterliegt dem Druck als Alleinverdienerin und ist auf Vollzeitarbeit angewiesen, die andere hat noch einen stärkenden Partner an ihrer Seite. Die eine darf von zuhause aus weiterarbeiten, wenn sie die Arbeit nicht schafft, die andere nicht. Die eine liebt ihren Job und das Unternehmen, in dem sie arbeitet, die andere hat einfach nichts anderes gefunden.

Es spielt vieles zusammen, wenn alles klappen soll mit Kind und Arbeit. Nicht nur die Person Mama per se, sondern auch der Charakter des Kindes, die Partnerschaft, die Kinderbetreuung und das Arbeitsklima sind ausschlaggebend. Hierbei bin ich gesegnet, in allen Bereichen. Und dennoch sind manchmal starke Tage mit dabei. Doch eben weil ich in all diesen Bereichen gesegnet bin, weiß ich den Druck rauszunehmen und alles gelassen zu sehen, denn dafür liebe ich meine Familie und Arbeit zu sehr. Und deshalb schaffen wir es auch meistens die restlichen Stunden eine Arbeitstages gemeinsam halbwegs ruhig und schön ausklingen zu lassen, bevor die Maus dann in ihr Bettchen fällt und es morgen weitergeht. Egal ob der Haushalt bis übermorgen liegen bleibt und mir erst dann das vorhersehbaren Stimmungstief beschert. Mein kleines Helferlein und ich starten dann eben mit einem Frühlingsputz in unsere freien Tage.

Doch sollten Mama und Familie wirklich über einen längeren Zeitraum unter der Situation leiden, dann ist Handlungsbedarf erforderlich, und dafür muss man sich auch nicht schämen. Arbeitsstunden reduzieren, eine andere Kinderbetreuungsstätte suchen oder gar die Arbeit wechseln. Die Hauptsache ist doch der Familie geht es gut, und das tut es nur, wenn es auch der Mama gut geht. Deshalb liebe Mamas: schaut auf Euch und zieht die Notbremse, bevor es wirklich zu viel wird!

Vorteile der Elternteilzeit

Auch wenn ich meine Arbeit liebe: für diese Woche ist sie wieder geschafft und das ist auch gut so. Montag bis Mittwoch ist meine zweijährige Tochter in der Krabbelgruppe damit ich an diesen Tagen für das Büro freigespielt bin. Zwanzig Stunden in der Woche, die Hälfte an Wochenstunden also, die ich vor meiner Tochter gearbeitet habe. Aktuell bin ich damit auch reichlich zufrieden, obwohl ich in der Zwischenzeit bereits über 30 Stunden mit meinem Chef gesprochen habe. Bis dahin genieße ich noch meine vier freien Tage in der Woche, zusammen mit meiner Tochter.

Wer nach der Karenz nicht gleich wieder Vollzeit arbeiten gehen will/muss, für dem bietet die Möglichkeit auf Elternteilzeit mit Sicherheit eine gute Alternative – in Österreich ist das zumindest so.

Die Vorteile der Elternteilzeit:

  • Mamas und Papas haben die Möglichkeit einer Herabsetzung der Arbeitszeit. War man vorher bereits drei Jahre in dem Unternehmen tätig, so könnte man die Elternteilzeit bis zum siebten Geburtstag des Kindes beanspruchen, bei weniger als drei Jahren bis zum 4. Geburtstag.
  • Ja richtig, auch die Papas haben Anspruch auf Elternteilzeit – jedoch darf nur ein Elternteil pro Kind, unabhängig davon, ob zuvor Karenz in Anspruch genommen wurde.
  • Wenn es das Familienbudget zulässt wäre es also möglich, dass bei zwei Kindern beide Elternteile in Teilzeit arbeiten und man sich so die Kinderbetreuung auch aufteilen könnte.
  • Mama oder Papa darf selbst entscheiden, an welchen Tagen gearbeitet wird und wie lange, denn das hängt natürlich von der Möglichkeit der Kinderbetreuung ab. In meinem Fall konnte ich meine 20 Stunden wunderbar auf drei Tage aufteilen, und zwar von Montag bis Mittwoch.
  • Eine Änderung der Teilzeitbeschäftigung ist auf Wunsch des Arbeitnehmers einmal möglich. Das ist gut zu wissen, wenn man sich beispielsweise zu viele Stunden zugemutet hat, die man mit dem Kind doch nicht so einfach vereinbaren kann. Oder aber, wenn man Stunden erhöhen will.
  • Elternteilzeit ist eine tolle Alternative zur Vollzeitarbeit, auch wenn der Verdienst dabei geringer ausfällt. Auf die Kinder darf beim Thema „Arbeit“ eben nicht vergessen werden. Und Teilzeitarbeit ist einfacher mit dem Kind zu vereinbaren – für mich jedenfalls.
  • Man kann trotzdem noch „Vollzeit-Mama“ bleiben, auch wenn man Teilzeit im Büro hockt. In meinem Fall überwiegt die freie Zeit mit meiner Tochter, was für mich sehr wichtig ist.
  • Last but not least, man unterstützt damit das Familienbudget.

 

Die Nachtteile der Elternteilzeit:

  • Auch der Arbeitgeber hat die Möglichkeit je einmal eine Änderung oder eine vorzeitige Beendigung der Teilzeit zu verlangen.

 

Wer sich ausführlicher zu dem Thema informieren möchte, alle Infos gibt es auf der Homepage der Arbeiterkammer. arbeiterkammer.at

Wie viel Urlaub braucht eine berufstätige Mama?

Als Mama hat man ja für gewöhnlich nicht wirklich frei, ausser man verabschiedet sich mal ein paar Tage mit dem Partner oder mit Freundinnen von der Bildfläche. Im Alltag wartet die Arbeit, vor oder nach der Arbeit das Kind, der Haushalt oder sonstige Aufgaben. An arbeitsfreien Tagen ebenso. Natürlich gibt es da Stunden dazwischen, die man sich mit Freundinnen oder nur für sich gönnt, keine Frage. Und natürlich tun bürofreie Tage zusammen mit dem Kind mehr als gut, egal wie viel an diesen Tagen zu tun ist/wäre. Ich arbeite 20 Stunden in der Woche, Montag bis Mittwoch. Donnerstag bis Sonntag gehören meiner Tochter, ohne Kindergarten oder sonstigen solcher Verpflichtungen. Wir erledigen den Einkauf, machen den Haushalt, die Wäsche, nehmen Arzttermine oder andere Termine wahr, alles zusammen. Kurz: wir haben immer was tun. Dazwischen schaufeln wir uns für Spaziergänge und Freundesbesuche frei, denn ohne etwas Genießen macht das Freihaben ja nur halb so viel Spaß.

Als Teilzeitkraft in Österreich hat man genauso wie eine Vollzeitkraft Anspruch auf fünf Wochen Urlaub im Jahr. Die fünf Wochen wirklich auch zu nehmen das liegt an jedem selbst. Da bei mir in der Firma nicht unbedingt alle fünf Wochen in einem Jahr aufgebraucht werden müssen, habe ich noch eine Woche zusätzlich mit ins neue Jahr gebracht. Blöd eigentlich, denke ich nun im Nachhinein. ABER: selber Schuld. Meine Tochter und ich genossen die vergangene Woche mit ihren Feiertagen und Ereignissen sehr, auch wenn der Papa leider nicht frei hatte. Die eine Woche noch mit dranzuhängen hätte uns beiden sehr gut getan, schade. Fünf Wochen bürofreien Urlaub, die braucht eine berufstätige Mama, definitiv. Auch, wenn man eine verkürzte Arbeitswoche oder eine kürzeren Arbeitstag hat- nicht umsonst heißt es Teilzeit: der Tag und die Woche gehen zuhause schließlich weiter. 7 Tage die Woche, 24 Stunden, alle 365 Tage im Jahr – ob Urlaub oder auch nicht. Genau deshalb werde ich mir meine fünf Wochen dieses Jahr sowas von gönnen, ob nur um Zeit daheim zu genießen oder um wegzufahren. Und die sechste, aufgesparte Urlaubswoche noch dazu. Denn auch meiner Tochter tun Kindergarten-freie Zeiten gut, in denen sie rund um die Uhr einfach nur bei der Mama Kind sein darf. Habt einen guten Wochenstart morgen!

Auch von uns: wir wünschen euch und euren Lieben ein frohes und gesundes Jahr 2017 🤗 Die liebe @hannamomi hat sich nach uns erkundigt, vielen Dank! Wir sind gut ins neue Jahr gerutscht, auch wenn wir nicht ganz so viel geschlafen haben. Da war aber weder zu viel Party oder Alkohol der Grund, sondern eher die Maus, die ab elf gestern sowas von wach war. 🎉🚀Deshalb hat sie mit uns das Feuerwerk mitgeschaut und war danach noch aufgedrehter als vorher 🙈 aber egal, ist ja auch nur einmal im Jahr. Morgen ist der Urlaub auch schon wieder vorbei, die Arbeit ruft wieder. Genießt den ersten Abend des Jahres 😘😘 #mamablog #instamama #instamamagang #austrianblogger #igersaustria #happygirl #proudmom #snowtime #snowlove #endlichschnee #lifewithatoddler #winter #countryside #moherhoodunplugged #unseralltagistihrekindheit #happynewyear2017

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Immer wieder Montags

Montage, das sind eigentlich unsere Tage. Wäre da nicht das eigentlich. Und die Montage. Wir hatten Wochenende, so wie alle anderen auch. Wir hatten sogar das Glück seit Donnerstag ein verlängertes Wochenende genießen zu dürfen, wie jede Woche. Und doch scheint es immer wieder als wären wir nach dem verlängerten Wochenende verpeilter als eh und je. Und so startete der Montag Morgen mit ein paar Minuten zu lange im Familienbett, und zwar gute 30 Minuten länger. Die Maus war bereits vor meinem Wecker wach, doch beide schafften wir es im Familienbett noch 30 Minuten kuschelnd weiterzudösen, bevor ich hochschreckte. Verschlafen. Nachdem ich den Papa mit der Maus in die Küche zum Frühstück gescheucht hatte, musste ich mich binnen 15 Minuten fertig machen. Auf zum Frühstückstisch, wo nur die Cornflakes bereit standen. Wir hatten keine Brötchen. Autsch. Die lagen nämlich noch im Gefrierschrank, und da lagen sie gut. Kein Jausenbrot für den Kindergarten. Dann also Banane und Müsliriegel in den Rucksack, der Bäcker liegt ja am Weg. In Windeseile hatte ich die Laune meiner Tochter auf den Nullpunkt gebracht, als ich nach dem Zähneputzen und Anziehen noch mit Nasenspray und Hustensaft um die Ecke bog. Musste sein, da hatte sie keine Chance. Und so musste ich mein völlig verweintes Baby in den Autositz setzen, einzig der Schnee, der heute morgen lag, hatte mich etwas aus der Misere gerissen. Nun also auf zum Bäcker, zehn Minuten später als normal. Und da stand er, vor dem Bäcker: ein Riesenlastwagen mit seiner riesen Lieferung, für den Bäcker natürlich. Die Verkäuferin sortierte ein, der Fahrer kontrollierte mit den Lieferscheinen. Warum der auch auf den einzig beiden Parkplätzen stehen musste. Es ging um das Brötchen meines Kindes, der Straßenrand musste herhalten. Wagen abstellen und dann schnell. „Macht ihr bitte später weiter? Ich brauche eine Semmel, jetzt.“ Sich an Montagen wie diesen morgens Freunde zu machen ist fast unmöglich. So auch die beiden Autofahrer, die nicht an unserem Auto vorbeifahren konnten, als ich vom Bäcker wieder rauskam. Meine Tochter, wieder guter Laune, hatte wohl alles ganz genau beobachtet und sich blendend darüber amüsiert, ob es nun über die Hektik der Mama war oder die der Autofahrer. Oder über das neue Brötchen. Auf jeden Fall waren wir irgendwann dann da, im Kindergarten. An diesem Morgen war es ganz ruhig, als wir die Gruppe von meiner Tochter betraten. Mehr als die Hälfte der Kinder waren krank. Das auch noch. Jene drei Kinder, die meine Tochter in Empfang nahmen, waren weder Isabella noch Hanna, ihre beiden Lieblingskindergartenfreundinnen. Dann war es mit der guten Laune auch schon wieder gelaufen. Nichtsdestotrotz, ich musste in die Arbeit, es war sowieso bereits so spät. Die Pädagogin konnte die Maus auf andere Gedanken bringen und ich war raus. Als ich völlig abgehetzt in der Arbeit ankam, traf ich eine Kollegin bereits am Parkplatz. Sie wäre etwas müde vom Wochenende, obwohl sie so viel geschlafen hatte. Tja, blöd aber auch, dachte ich. Wenn die wüsste… #momlife

KiTa – Phobie

Meine Arbeitswoche ist mit heute vorbei. Montag bis Mittwoch, Elternteilzeit, ein schönes Privileg. Was bis vor kurzem noch immer ohne Probleme funktioniert hat, stellt sich aktuell als große Herausforderung dar: die Krabbelgruppe. Es lief alles glatt, die Eingewöhnung, die Wochen danach, anfang November. Die Kinderbetreuung machte meiner Maus Spaß, die Kinder und Betreuerinnen schloß sie ins Herz. Uschi hier, Renate da, Isabella & Hanna und all die anderen lustigen und lieben Menschen vor Ort. Singen, spielen, hüpfen, davon erzählte mir die Maus stets, so auch vom Brötchen essen und gemeinsamen „heia“. Ich brachte sie vor der Arbeit hin, ein kurzes „Tschüss Mama“ und die Maus verschwand in unter schallendem Gelächter mit den anderen süßen Mäusen. Es lief alles wie am Schnürchen.

Dann kam die vergangene Woche. Bereits Montag wollte sie nicht hingehen, auch Dienstag nicht. Ein riesen Theater und flussartige Krokodilstränen später saß ich im Auto, immer mit dem Gedanken ob ich nicht doch einfach wieder rein solle. So wichtig kann Arbeit gar nicht sein. Nach anfänglichem Drama hatte sich die Maus in den Armen der Betreuerinnen schnell wieder gefangen und der restliche Kita-Tag verlief dann doch gut. Und dann kam der Krankenhausaufenthalt letzte Woche. Und über’s Wochenende noch die immer wiederkehrenden Verdauungsprobleme mit dazu. Die drei Tage Kita diese Woche, die dann im Endeffekt nur mehr eineinhalb waren, die hatten es wirklich in sich. Und ich voller Schuldgefühle, dass ich das meinem Kind überhaupt zumute.

Das ist alles nur eine Phase, höre ich von allen Seite. Natürlich ist es das, darüber bin ich mir auch im Klaren. Doch eine Phase, die ich meinem Kind gerne ersparen würde. Ängste, ohne Mama da bleiben zu müssen, Bauchweh zu bekommen, nicht schlafen zu können, keinen Hunger zu haben, mit den anderen nicht spielen zu wollen. Ihr Grundbedürfnis nicht stillen zu können, und zwar jenes nach Geborgenheit in den Armen der Eltern, sondern sie trauernd zurücklassen zu müssen, bricht mir das Herz. In solchen Momenten zweifle ich manchmal, warum ich mir das alles antue. Der Arbeit und des Geldes wegen, klar. Der Unabhängigkeit wegen, die damit einhergeht. Damit es uns an nichts mangelt. Ich liebe meinen Job. Dann denke ich wieder daran, wie zufrieden wir alle noch vor ein paar Wochen waren, und das trotz meiner Arbeit und der Krabbelgruppe. Vor dieser Phase eben. Ich bin mir sicher sie geht vorbei, und daas hoffentlich ganz schnell und ohne bleibende Schäden.

Zeitmanagement Elternteilzeit

Es ist Punkt 15 Uhr, meine Arbeitszeit ist vorbei. Elternteilzeit. Wie schnell die letzten 6 1/2 Stunden doch vergangen sind. Und doch kann ich nicht einfach den Stift fallen lassen und nach Hause gehen, nicht wenn das unbedingt heute noch gebraucht wird. Jedem Angestellten geht es da oft gleich, keine Frage. So ist das eben in der Arbeitswelt. Doch mit Kind in der Kinderbetreuung muss ich das tun, um Punkt 15 Uhr den Stift fallen lassen. Denn auch das Kind soll nicht warten müssen, die Pädagogen zeitgerecht abgelöst werden. Die Betreuungszeit wurde schließlich vereinbart. Ein schnelles „Bis morgen“ in die Runde, hoffnungsvoll am Weg zum Auto nicht noch einen Kollegen zum Quatschen zu treffen. Utopisch, da müsste man das Gebäude schon schreiend mit „Aus dem Weg, ich bin Arzt“ verlassen anstatt mit „Ich muss mein Kind abholen“. Elternteilzeit. Für mich eine Challenge zeitgereicht das Büro zu verlassen, wissend die Arbeit kann auch morgen zu Ende gemacht werden. Meine Übermotivation hinten anstellen, an meiner Pünktlichkeit arbeiten, mein wöchentliche Herausforderung. Es geht schließlich um mein Kind, und das wartet auf mich. Das Büro läuft nicht weg, meine Aufgaben auch nicht. So nicht die Kollegschaft. Auch wenn ich all das gerne habe.