Der erste Zahnarztbesuch

Wir haben ihn hinter uns: den ersten Besuch beim Zahnarzt. Und zwar kurz vor dem 3. Geburtstag der Maus, in ruhiger Atmosphäre, bei einer Wahl-Zahnärztin, die wunderbar gut mit Kindern kann, was wir aus Erfahrungen von anderen Müttern wussten. Warum ich meiner Tochter zu einer speziellen Kinderzahnärztin brachte? Weil sie vor jeglichem Arztbesuch unglaublich Angst hat und ich ihr gerade beim ersten Zahnarztbesuch diese Angst nehmen wollte. Und gerade was den Zahnarzt betrifft blieb der Maus ein weniger positives Ereignis in Erinnerung, das sie im vergangenen Jahr mit mir erlebt hat – und zwar MEINEN Zahnarztbesuch mit Kind. Meine Erfahrung könnt ihr HIER gerne nachlesen…

Der richtige Zeitpunkt. Wann der erste Besuch überhaupt notwendig ist, darüber spalten sich die Meinungen. Während die einen sagen, dass man bereits ab dem ersten Milchzahn jedes halbe Jahr zur Kontrolle gehen sollte, vertreten andere wieder die Meinung das Milchgebiss müsse gar nicht groß angeschaut werden, solange alles in Ordnung sei. Weder zu früh noch zu spät war für uns eine Option, auch wenn es stets danach aussah, dass die Milchzähne unserer nun dreijährigen Tochter schön gepflegt seien. Ihre Liebe für Schnuller und das manchmal zu kurze abendliche Zähneputzen ließen mir doch keine Ruhe. Der Zeitpunkt mit ihren drei Jahren und ihrem nun vollständigen 20-zähnigen Milchgebiss schien uns perfekt.

Der erste Zahnarztbesuch lief eigentlich gar nicht so spektakulär ab. Die kleine Maus nahm am großen grünen Behandlungsstuhl alleine Platz, während ihr die Zahnärztin einen Plüschlöwen zeigte, dem sie die Zähne putzte. Wie das Zähne putzen richtig funktioniert, wo die Zahnbürste gerne mal nicht hinkommt, was es im Behandlungszimmer alles gibt, wie die erste Kontrolle der Zähne ablaufen wird – all das zeigte die Zahnärztin meiner Tochter. Während die Maus anfangs noch meine Hand hielt, verschwand die Aufregung relativ schnell als sie merkte, was die Ärztin vor hat. Sie zeigte meiner Tochter den kleinen Spiegel, mit dem sie ihr in den Mund schauen wollte, ebenfalls die Sonde zur Untersuchung von Zähne und Zahnfleisch. Sie ließ sie die Instrumente selbst angreifen und am Gebiss des Plüschlöwen ausprobieren. Im Nu war die Untersuchung des Löwengebiss vorbei und die Angst vor der eigenen verflogen.

Die Zahnärztin bat die Maus sich nun auf den Behandlungsstuhl hinzulegen, den Kopf ruhig zu halten und einfach ein bisschen Fernsehen zu gucken, und zwar das Kinderprogramm am Flachbildschirm an der Decke. Ohne große Aufregung war die Zahnarztkontrolle also in wenigen Momenten vorbei und die Maus riesig stolz wie locker  flockig sie der Zahnärztin ihre Zähne zeigte. Den nächsten Kontrolltermin in einem halben Jahr steht also nichts im Weg – und genau das war mir wichtig. Auch um zu wissen, dass wir die Zahnpflege richtig machen – und der Schnuller halb so schlimm ist, sofern er nicht 24 Stunden am Tag drin ist.

Auch Eltern lernen vom Besuch mit den Kindern beim Zahnarzt – so auch ich. Dass es Kinderzahnseide gibt, zum Beispiel, und dass wir diese bereits jetzt verwenden sollten. Warum? Weil Zahnzwischenräume mit der normalen Zahnbürste nicht komplett gereinigt werden können – beim Milchgebiss vor allem meistens deshalb nicht, weil die Zähne oft zu eng aneinander stehen und deshalb keinen Platz für die Reinigung mit der einfachen Kinderzahnbürste lassen. Oder, dass der Schnuller halb so schlimm ist, weil selbst die größten Schnuller zu klein für ein ausgewachsenes Milchgebiss einer Dreijährigen sind. Zähneputzen ab dem ersten Zahn, das ist sowieso Pflicht. Über die Zahnhygiene und das richtige Zähne putzen habe ich  HIER bereits einmal gebloggt.

Drei gute Gründe warum es wichtig ist mit Kleinkindern zum Zahnarzt zu gehen: 

  1. Jedes Kind ist Zucker ausgesetzt, auch wenn wir Eltern darauf schauen ihn zu reduzieren. Ob nun in Säften, den ein oder anderen Naschereien, die wir erlauben, oder in einfachen Lebensmitteln, die wir konsumieren. Um Karies vorzubeugen ist eine gesunde Zahnpflege das A und O –  und doch hilft es, wenn der Zahnarzt zur Sicherheit auch ein Auge darauf wirft.
  2. Klar, Fehlstellungen oder Verfärbungen im Milchgebiss werden von den Eltern einfach gesehen – und doch sind wir keine Zahnärzte, die davon ausgehen können, dass wenn es keine solcher Auffälligkeiten gibt trotzdem alles in Ordnung ist.
  3. Je länger man mit dem ersten Zahnarztbesuch wartet umso mehr Angst hat das Kind – so meine Meinung dazu. Werden die ersten Besuche als angenehm empfunden legen wir als Eltern einen Grundstein für die lebenslängliche wichtige Zahnkontrolle.

Einen zusätzlichen Vorteil hat uns der Zahnarztbesuch auch gebracht: die Maus putzt wieder viel lieber morgens und abends ihre Zähne, „damit sie bei der nächsten Kontrolle wieder so schön strahlen wie bei der ersten“ – so ihr Wortlaut 😉

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